Geschützte Dünenmarina am Markermeer-Südufer
Lage: Südufer des Markermeers, GPS 52 ° 20,3′ N / 5 ° 7,8′ E. Anfahrt: Vom Hauptfahrwasser IJsselmeer/Markermeer quert man bei Tonne IJM5–JH2 in den klar betonnten Stichkanal; Tiefen ≥ 3 m. Markanten: Links der 130 m hohe Funkmast in Almere, rechts das weiße Apartment-Hochhaus „Duin Dock“. Nachts leitet ein -Einlauflicht an der Hafenmole. Wind & Seegang: Bei Nordwest nimmt ab der Mole jeder Schwell ab – die Anlage liegt vollständig hinter aufgeschütteten Dünen. Tiefgang: Bis 4,2 m in den Außenboxen, durchschnittlich 3 m in den Fingerstegen; selbst tiefe Fahrtenschiffe finden problemlos Platz.
Optimal geschützter Hafen ohne Wellengang
Ankern ist im dicht befahrenen Revier rund um den Hafen untersagt. Wer frei liegen will, weicht 1 sm nordöstlich ins „Oostvaardersdiep“ aus – 2,5 m über festem Sand, aber exponiert bei Nord. Innerhalb Muiderzand liegt man schwellfrei; einzig Starkwind aus Südost bringt Böen quer in die Gassen, ohne nennenswerten Seegang. Lenzen über Bord ist streng verboten – der Hafen überwacht Grauwasser und nutzt Pump-out-Stationen. Der gesamte Hafen ist durch zwei gewaltige Schüttsteindämme und die Dünenreihe vollständig vor jeder Markermeer-Welle abgeschottet – selbst Sturmtiefs liegen hier wie in der Badewanne. Der Untergrund unter den Stegen besteht aus Lehm und Sand, Pfahlwurzeln sorgen für Null-Setzung. Navigationstiefe bleibt selbst bei Ostwind knapp über 2,8 m; Wasserstandsschwankung Markermeer ± 0,6 m.
Moderne Marina mit Rundum-Service am IJmeer
Liegeplätze & Service 950 Wasserliegeplätze + 100 Trockenstände, alle mit 16/32-A-Strom, Trink- sowie Brauchwasserleitungen getrennt. 60-t-Travel-Lift, Mastkran, Winterlagerhallen und ein Rundum-Ausrüster (Tuigerij Molenaar) direkt am Steg. Drei Sanitärgebäude, Waschsalon, kostenloses Marina-WLAN (Glasfaser 300 Mbit). Tankpier (Diesel/98 ROZ) 07–21 Uhr, Gasflaschentausch im Hafenbüro. Bezahlt wird per BlueWaterApp oder mit der niederländischen „Havenkaart“. Einkaufen & Essen Im Hafenzentrum liegen ein Spar-Express (7–22 Uhr), eine Bäckerei, ein Schiffschandler und die populäre Strandbar “Portdok” – zehn Gehminuten am Ufer entlang, mit Loungemöbeln im Dünensand. Größere Supermärkte erreicht man in 15 Fahrradminuten im Zentrum von Almere-Poort. Müll & Umwelt Mehrere Wertstoffstationen, Gebühr 1 € pro 60-l-Chipse. Altöl und Batterien nimmt die Werft gratis. Für Fäkalien gibt es zwei Absaugpontons – wer die nutzt, bekommt einen Kaffee aufs Haus.
Naturparadies zwischen Dünen und Festungsinsel
Direkt hinter den Dünen beginnt das Naturschutzgebiet “Almeerderstrand”: endloser Pudersand, flaches Wasser, ideal für Kinder und Kitesurfer. Vor der Hafeneinfahrt liegt das UNESCO-Welterbe Pampus (Festungsinsel) nur 4 sm entfernt – Tagestrip mit eigenem Boot oder Fähre. Südwestlich erstreckt sich der Oostvaardersplassen-Nationalpark, eines der größten Feuchtbiotope Westeuropas: Wildpferde, Seeadler, Rothirsche. Per Leihfahrrad (25 min) oder Bus 322 ab „Muiderzand Station“ erreichbar. Unter Wasser darf man nicht viel sehen; das Markermeer ist trüb. Dafür hat die Gemeinde das Projekt „Marker Wadden“ initiiert: künstliche Inseln mit klarem Wasser und Muschelriffen – 10 sm NNW, wunderbar für einen Übernacht-Abstecher bei Westwind.
Muiderzand: Komfortabler Wassersport-Hub zentral am IJsselmeer
Muiderzand ist mehr als nur „groß“ – es ist ein Wassersport-Hub: Pro Argumente Tief, sicher, 365 Tage Service; Ersatzteilversorgung next-day dank Amsterdam. Family-friendly: Strand, Spielplätze, Segelschule, kleiner Pool. A-Törn Lage: 15 Automin zu Schiphol, Bahnstation Almere-Poort 600 m. Revier-Joker: Man ist in 3 h in Hoorn, Enkhuizen, Amsterdam – oder auf Nordsee, wenn die Oranjeschleuse mitspielt. Contra Punkte Kaum Dorfromantik – die Anlage steht auf aufgespültem Neuland, das Flair schafft man mit eigener Crew. Bei Stark-Südost pfeift der Wind quer in die Boxen; Vorspring bereithalten. Liegegebühr für 12 m im Sommer ~ 36 € zzgl. Umweltgebühr – niederländisch gehoben. Für wen? Einsteiger-Crews brauchen nur den Bugstrahl: viel Platz, Slippen leicht, freundliche Marineros. Langfahrer parken hier für Winterlager mit Werkstattanschluss. Familien genießen Strandtage, während Eltern Rigg kontrollieren. Mein Logbuch schließt nach einer Sommerwoche mit einer simplen Formel: Muiderzand = Service × Strand + Segelspaß² – ein Rechenbeispiel, das mich wohl noch öfter hierherführen wird.
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