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Amsterdam

Durgerdam

Markermeer-Ruhe bei Durgerdam

Einleitung

Spätnachmittag auf dem Markermeer: Das Wasser ist ein bleigrauer Spiegel, nur unterbrochen von ein paar Schilfbinsen und dem schlanken Kirchturm von Durgerdam. Kurz hinter der Oranje­splei­grüne Richttonne tauchen die Masten der Vereins­schiffe auf; davor liegen bunte Holz­häuschen wie Perlen auf der Deich­linie. Als wir längs der grün-roten Staken in die Hafenbucht einbiegen, riecht es nach frisch gemähtem Gras und Kaffee aus dem Clubschiff. Zwei Kinder setzen mit der hölzernen Seil­zug­fähre über, ein Graureiher stolziert am Schilf – urbane Hektik von Amsterdam? In diesem Augen­blick scheint sie Lichtjahre entfernt.

Merkmale

Hier findest Du die Bedingungen, die Du am Hafen Durgerdam vorfinden wirst

Ankergrund

An dem Hafen Durgerdam findest Du folgende Arten von Ankergründen

Ruhiger Hafen bei Sonnenuntergang: Segel- und Motorboote an Stegen, glattes Wasser spiegelt den Pastellhimmel.

Ruhiger Hafen nahe Amsterdams Zentrum

Durgerdam liegt am Ostufer des Buiten-IJ, nur 3 sm nordöstlich des Amsterdamer Haupt­bahnhofs. Von See kommend passiert man die Oranjesluizen, folgt dem betonnten Hauptfahr­wasser Richtung Schelling­wouderbrug und hält sich nach Steuerbord, sobald die Zand­dijk-Tonne querab liegt. Die vereins­eigene Zufahrtsrinne ist mit grünen bzw. roten Pricken gekennzeichnet und laut Hafeninfo auf 2,20 m ausgebaggert; einzig bei lang anhaltender Südwestlage kann der Wasser­stand um 30–40 cm fallen . Zwischen IJ-Fahrwasser und Vereins­rinne liegt eine schlammige Schwelle – unbedingt im Tonnenstrich bleiben. Nach 0,3 sm öffnet sich der rechteckige Hafenpolder; hier gilt „Langsam fahrt 6 km/h“ und Funkkontakt mit dem Hafenmeister ist nicht nötig – Anlaufen einfach, einladend und ohne Schwell. Nacht­ansteuerung ist dank der beidseitig reflektierenden Staken und der Licht­glocke des Kirchturms problemlos, Regen und Nebel hingegen erfordern Radar oder Plotter.

Ruhiger Hafenplatz mit guter Windabdeckung

Ankern ist rund um die Vereinsstege möglich, wird aber selten genutzt: Der schlammig-weiche Grund hält zwar gut, doch freie Plätze in der Boxenanlage sind fast immer verfügbar, außer am Y-Toren­race-Wochenende Anfang Mai . Hinter dem Deich ist das Wasser spiegelglatt – Ostwind wird durch den Deich, West- und Nordwind durch das gegenüberliegende Land abgeriegelt, Schwell existiert praktisch nicht.

Mehrere Segelboote liegen dicht an einem Holzsteg im von Schilf eingerahmten Yachthafen.
Baumgesäumter Weg führt über weiße Klappbrücke zu bunten Häuschen am Kanal, Sommerlicht und Grün.

Gemütlicher Klub-Hafen mit umfassendem Serviceangebot

Die Zeilvereniging “Het Y” betreibt die Anlage als Klubhafen, lässt aber Passanten herzlich zu: Grün-rote Schilder zeigen freie Boxen; der Hafenmeister weist tagsüber per Zuruf oder abends per Aushang Steg C/D oder Masten­kran­pier zu. Tiefen: 2,20 – 2,30 m am Passanten­kopf, 1,7 – 2 m in den Innen­boxen, 1,5–1,6 m an Außen- und Jollensteg . Strom, Wasser und WLAN sind im Preis (Sommer 2025: 2,10 €/m) enthalten. Sanitär, Wasch­maschine und Trockner befinden sich im schwimmenden Klubschiff; morgens gibt es dort Filter­kaffee auf Vertrauens­basis. Diesel bunkert man am Diederik-Steiger in Schellingwoude (2,5 km), Gasflaschen sowie Frisch­proviant in der Bio-Landmarkt (2,3 km, kostenlose Leihfahrräder für eine Stunde). Schwarz­wasser­pumpe, Mastkran (80 €), Leih- wie Mietfahrräder und ein AED runden das Service­paket ab . Müll wird direkt am Tor getrennt, Altöl übernimmt der Hafen­wart kostenlos.

Naturidyll zwischen Amsterdam und Markermeer

Durgerdam ist ein Idyll zwischen Großstadt und Polder­wiese: Gleich hinter dem Deich beginnt die IJdoorn­polder – ein Natuurmonumenten-Reservat, in dem Kiebitz, Uferschnepfe und sogar Löffler brüten . Ein Vogelaus­sichts­punkt liegt 500 m nördlich der Marina. Radwege führen durchs Waterland nach Marken, Monnickendam oder in 30 Minuten zum Grachtengürtel von Amsterdam. Das Markermeer selbst ist mit einer Mittel­tiefe von 2–5 m ein riesiger Flachsee, dessen lehmig-sandiger Grund hervorragenden Halt bietet; nur bei Bft 6–7 entwickelt sich kurzer, steiler Hack, der kleineren Crew­mitgliedern Magen­grummeln verursacht . Unterwasser sieht man in Ufernähe Schwärme von Stichlingen und Barschen; SUP-Paddler gleiten zwischen Seerosen an verwitterten Pfählen vorbei. Wer baden will, läuft fünf Minuten zum kleinen Sand­strand am Süd­ende des Dorfs; das Wasser wird dort wegen der geringen Tiefe schnell 22–23 °C warm. Kulturfans pilgern zwei Bus­stationen zum NDSM-Gelände (Street-Art, Food-Hallen) oder nehmen den Schnell­bus zur Innenstadt – ab Halt Liergouw 20 Min. bis Amsterdam-Noord.

Traditionelles Segelboot liegt auf ruhigem Fluss; im Hintergrund Brückenbogen, Industrie und Strommasten unter Wolken.
Mehrere Segelboote mit bunten und blauen Segeln kreuzen am Abend vor einem Hafen mit Häusern und Masten.

Durgerdam – ruhiger Hafen vor Amsterdams Toren

Durgerdam ist genau das, was vielen Großstadt­marinas fehlt: Ruhe. Tagsüber hört man das leise Klopfen der Holzmasten, abends das Fernbrummen der Amsterdamer Skyline. Für uns war der Hafen perfekte Basis, um das Markermeer zu erkunden und gleichzeitig die Metropole vor der Gangway zu haben. Pluspunkte Sicher & schwellfrei bei nahezu allen Windrichtungen. Exzellente Nah­versorgung: Strom, Wasser, WLAN, Pump-out, Mastkran; Supermarkt und Diesel in Rad­distanz. Natur & City in Reichweite: IJdoorn­polder mit Löfflern und Grasfröschen, zugleich 30 Minuten bis zu den Grachten. Preiswert: 2,10 €/m inkl. Wasser und WLAN ist für Amsterdam knapp unschlagbar. Minuspunkte Tiefgang­limit: Boxen teils nur 1,5 – 1,7 m; Yacht > 2 m muss außen oder wartet Hoch­wasser. Kein 24-h-Hafen­meister: Wer spät ankommt, muss sich anhand des Aushangs orientieren. Bei Südwest­sturm weht Wasser ab – 30 – 40 cm weniger Tiefe möglich. Geeignet für Familien: windstiller Hafen, flaches Badewasser, Spiel­wiesen am Deich. Stadt-Segler:innen: Sightseeing und Museums­besuche tagsüber, ruhiges Cockpit in der Nacht. Einhand-Crews: einfache Boxenmanöver, Hafenmeister hilft oft persönlich beim Anlegen. Weniger geeignet, wenn man Nachtleben direkt am Steg oder Werft-Großservice sucht – dafür ist Sixhaven oder Lelystad besser. Mein persönlicher Magic-Moment? Ein orange-rosa Sonnen­aufgang im Cockpit, während die ersten Graugänse über die Deichkrone strichen und hinter der Stadt­silhouette der A’DAM-Tower langsam sein Dreh­restaurant ins Licht drehte. Durgerdam – ein Ort, an dem man den Puls von Amsterdam fühlen kann, ohne seinem Herz­schlag ausgesetzt zu sein.

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