Geschützter Yachthafen mit tidefreiem Liegeplatz
Der Hafen liegt bei 51 ° 14′ N / 02 ° 55′ E und ist rund um die Uhr ansteuerbar. Die Einfahrt zwischen West- und Ostmole ist 130 m breit, befeuert (Iso 2 s Grün/Rot) und auf ≥ 7 m ausgebaggert. Bei West- bis Nordwestwinden über 6 Bft läuft heftiger Schwell durch die Öffnung; dann möglichst mittig einlaufen und den jeweiligen Stromversatz (1–2 kn) einplanen. Direkt hinter der „Visserijdok“-Signalstation nach Backbord abbiegen, wo die RNSYC-Stege in der Voorhaven liegen. Gäste melden sich auf VHF 09 oder per Telefon; Liegeplätze sind auch bei Hochwasser-Springs frei von Strömung, da das Dock mit Schiebetoren reguliert wird. Wer lieber die absolute Ruhe sucht, kann durchs Schleusentor ins Mercator-Dock fahren; die Kammer öffnet HW ± 2 h und hebt/lässt rund 4 m Tidenhub aus.
Geschützter Stadthafen mit zentraler Lage
Freies Ankern vor der Hafeneinfahrt ist weder erlaubt noch ratsam – Sandgrund, starker Strom und reger Schiffsverkehr. Drinnen liegt man je nach Dock auf 2,5–4,0 m Wassertiefe an Schwimmstegen oder massiven Holzpontons. Selbst bei Starkwind steht kein Schwell, nur Fallböen von Hochhäusern können die Yacht zum Rucken bringen – lange Vorleinen helfen. Der Untergrund sind Spundwände; gute Fenderbretter zahlen sich aus.
Komfortabler Stadthafen mit guter Infrastruktur
Strom (16/32 A), Trinkwasser und Wi-Fi an allen Liegeplätzen. Diesel an der öffentlichen Bunkerstation im Visserskaai; Tankwagen auf Anfrage ins Dock. Werft & 30-t-Kran im Montgomery-Dock, Segelmacher und Elektronikservice 300 m entfernt. Sanitärgebäude des RNSYC frisch renoviert, Wäscherei im Gebäude nebenan. Supermarkt „Delhaize“ sowie Wochenmarkt und Fischhallen in fünf Gehminuten, Bahnhof mit Direktzügen nach Brüssel in zehn Minuten. Mülltrennung am Kai, Altöl-Annahme bei der Werft; Schwarzwasser-Absaugstation an Ponton D. Liegegeld 2025: 2,60 €/m inkl. Strom – für belgische Verhältnisse moderat.
Segeln, Natur und Geschichte am Meer
Direkt gegenüber dem Dock ankert der Dreimast-Schulschoner „Mercator“, heute Museumsschiff mit spannendem Rundgang. Ein kurzer Fußweg führt zum endlosen Strandboulevard; in den Dünengürteln brüten Brandgänse und Kiebitzregenpfeifer, während Seehunde bei ruhiger See im Hafenbecken auftauchen. Wer Rad fährt, nutzt die Küstentram bis De Haan (Jugendstil-Villenkolonie) oder nach Nieuwpoort (größter Sportboothafen Nordeuropas) und rollt dann über perfekt ausgebaute Dünenwege zurück. Kunstliebhaber besuchen das oder die Street-Art-Route „The Crystal Ship“. Unter Wasser locken an klaren Tagen Wracks aus dem Ersten Weltkrieg – lokale Tauchschulen organisieren Ausfahrten.
Oostende – zentraler Hafen mit maritimem Flair
Oostende ist ein ideales Drehscheiben-Revier zwischen Englischem Kanal, Schelde und Nordsee-Inseln: jederzeit ansteuerbar, gut geschützt und dank Bahnhofsnähe perfekt für Crewwechsel. Wer städtisches Leben, Muscheln & Fritten und Technikservice auf engem Raum sucht, wird hier glücklich. Für absolute Ruhesuchende oder Eigner mit empfindlichen Fenderröcken kann der Großstadtbetrieb jedoch fordernd sein – und bei stürmischem West braucht es ein sicheres Einlaufruder. Für mich bleibt Oostende ein Hafen, in dem man nach hartem Nordseeschlag mit einem kühlen „Brugse Zot“ in der Hand den Puls der Seefahrt spürt – und trotzdem tief schläft, weil draußen die Atlantikwelle an den Molen bricht.
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