Staniel Cay: Sichere Ansteuerung, markante Landmarken
Staniel liegt rund 75 Seemeilen südöstlich von Nassau. Von Norden folgt man der klar betonnten Exuma Bank Route bis zur grünen Tonne “G1” bei Big Majors Spot, wendet nach SE auf 150 ° und hält Kurs, bis das weiße Tankhaus des SCYC querab kommt. Tiefgang: 3–3,4 m in der Fahrspur, selbst bei MLW nie unter 2,7 m. Landmarken: Rotes Marina-Dach, Funkmast, sowie die scharfkantige Felskuppel von Thunderball Grotto am Westpass. Nachtansteuerung: möglich, denn der Club legt eine Sektorenbefeuerung (Oc R/G 4 s) aus; dennoch sind Spotlights ratsam, weil Sandzungen wandern. Bei Nordwind > 20 kn steht Schiebestrom quer durch den Grotto-Pass – langsam einlaufen und Fender parat halten.
Gut geschützter Ankerplatz mit optimaler Sicht
Die meisten Crews ankern in der 0,6 sm entfernten Big Majors Spot-Bucht: Grund: feiner Sand, exzellente Haltekraft. Schutz: gut von N bis S E; rollig ab SE > 20 kn, offen gegen Westschwell. Tiefe: 3–5 m über weißem Sand – perfekte Sicht auf den Anker. Im Marina-Becken liegen 18 Slips mit Strom, Wasser und bis 12 ft Tiefe; zusätzlich 21 Moorings gegenüber der Hauptpier.
Staniel Cay: Marina-Service mit Insellage und Airstrip
Marina-Service: Diesel (High-Speed-Pump), RO-Wasser, Eis, WLAN, Ein-/Ausklarierung, 24-h-Sicherheitsdient. Yachten rufen VHF 16, um Slip / Mooring zu reservieren. Proviant: Das kleine Isles General Store (5 Min. zu Fuß) führt frisches Gemüse dienstags & freitags (mit dem Mail-Boat), ansonsten Tiefkühlware und Basisartikel. Bar/EC-Cash an der Tankstelle. Entsorgung: Müll- und Ölannahme am Dock; Pump-out via Saugschlauch (20 USD). Flug-/Crewwechsel: 600 m langer Air-Strip; tägliche Flüge Nassau–Staniel (Flamingo Air). Restaurants/Bars: SCYC-Deck (legendärer Conch-Burger), „Taste & Sea“ am Dorfkai, sowie das schwimmende Rum-Shack „Over Yonder“ für Sundowner.
Spektakuläre Unterwasserwelt der Exuma Cays entdecken
Thunderball Grotto – Schauplatz zweier Bond-Filme – liegt 300 m westlich des Yachthafens: bei Slack Tide hineinschnorcheln, Korallenkuppeln und Schwärme von Sergeant Majors bestaunen. Nordöstlich ankert man vor Pig Beach auf Big Majors, wo halbwilde Hausschweine im flachen Wasser planschen – spektakulär, aber Dinghy-Verkehr lernfreundlich. Weiter nördlich beginnt das Exuma Cays Land & Sea Park mit türkisfarbenen Riffen, Ammenhaien in Compass Cay und Sandbänken, die bei Niedrigwasser aus rosafarbenem Muschelsplitter bestehen. Unter Wasser überrascht 20 m Sicht: Schildkröten auf Seegraswiesen, Riffhaie an Coral Head „Jake’s Hole“ und nächtliche Leucht-Plankton-Shows im Marina-Becken. Angler bekommen mit Cruising Permit Bonefish-Flats und Lobsterlöcher verraten – der Dockmaster kennt die Spots.
Staniel Cay: Naturparadies trifft Hafenkomfort
Staniel Cay paart ur-karibisches Robinson-Feeling (Weißsand, Schweine, Grotto) mit einem überraschend professionellen Vollservice-Dock. Ideal für: Blauwasser-Crews, die vor der Land-&-Sea-Park-Runde Diesel, Frischwaren und WLAN brauchen. Familien: Schnorchel-Grotto, Schweinestrand, flaches Planschwasser. Super-Yachten: 12-ft-Tiefgang, 210-ft-Liegekapazität, Flugpiste für Chartergäste. Weniger geeignet, wenn: Ost- oder Südoststurm > 25 kn steht – dann wird auch Big Majors rollig. Man städtischen Einkauf oder Werft braucht (nächster Travel-Lift Nassau 75 sm). Mein Logbuchmoment: 23 Uhr, Cockpitlicht aus. Über uns ein Sternenhimmel, der bis zum Wasser reicht; unter uns schimmert blaues Bio-Plankton, das jede Ruderbewegung funkeln lässt. Und entfernt rumpeln die Schweine, als würden sie über die Sandbank lachen. Staniel Cay – ein Hafen, der beweist, dass Luxusservice und Naturwunder ein perfektes Doppel sein können.
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