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Seychellen
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Praslin
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Baie Sainte Anne

Anse Lazio

Anse Lazio, Praslins Traumstrand

Einleitung

Schon hinter der letzten Kimm heben sich die granitroten Felsen von Praslin aus dem azurblauen Indischen Ozean – dann schiebt sich ein makellos weißer Halbmondstrand ins Bild: Anse Lazio. Palmen beugen sich über puderfeinen Sand, die Brandung bricht glasklar über glattgeschliffene Blöcke, und das Wasser schimmert in fast irreale Türkis- und Smaragd­töne. Der Anker rauscht auf fünf Meter über blendend hellem Sand, die Kette zeichnet sich am Grund ab, während sich das Boot sofort beruhigt. Ein paar Schildkrötenköpfe tauchen auf, ein Adlerrochen gleitet vorbei, und aus der Strandbar weht der Duft von gegrilltem Red Snapper herüber. Keine Marina, keine Bojenketten – nur Naturkino deluxe.

Merkmale

Hier findest Du die Bedingungen, die Du am Ankerplatz Anse Lazio vorfinden wirst

Ankergrund

An dem Ankerplatz Anse Lazio findest Du folgende Arten von Ankergründen

Schmale Straße schlängelt sich durch dichten Tropengrün bergab zum türkisblauen Meer mit fernen Inseln.

Optimaler Ankerplatz vor Praslins Nordwestküste

Die Bucht liegt an der Nordwest­küste Praslins (Koordinaten ca. 04°17,6′ S 55°42,0′ E) und ist frei von Riffen oder Untiefen. Von Westen läuft man parallel zur 10-Meter-Isobathe, visiert die markante Felsgruppe „Les Soeurs“ an und hält in die weit geöffnete Bucht hinein. Nach Osten öffnet sich erst hinter der Felsnase Pointe Chevalier eine zweite, kleinere Sichel – wichtig, nicht zu früh einzudrehen, um die vorgelagerte Flachzone zu meiden. Tiefgangprobleme kennt man hier nicht: Die Sandbank fällt gleichmäßig von zwei auf knapp zehn Meter ab. Nachts weist das weiße Sektoren­feuer von Curieuse den groben Kurs; wer jedoch die Farben des Grundes zum Ankermanöver nutzen will, steuert besser bei Tageslicht ein. Bei Südost-Passat (Mai – Oktober) liegt Anse Lazio perfekt im Lee, während Nordwest­winde im Nordwest-Monsun (Dezember – März) leichten Schwell einrollen lassen.

Sicherer Ankerplatz vor Palmenkulisse

Der Grund besteht aus feinstem Korallen­schluff mit einem dünnen Korallensand-Überzug – der Anker gräbt sich wie in Mehl ein und hält verlässlich, solange man außerhalb der vereinzelten Granitblöcke bleibt. Ideale Wassertiefe sind 5–10 Meter im östlichen Drittel der Bucht; dort genießt man den besten Schutz vor der Passat­dünung. In der Südost-Saison wirkt die Ufer­kette aus Palmen und Felsen wie eine natürliche Hafen­mole; selbst bei 20 Knoten bleibt das Wasser nur leicht kabbelig. In der Nordwest-Zeit dagegen rollen langgezogene Dünungs­wellen herein – wer dann keinen Buganker mit Sorgleine ausbringt oder auf Curieuse ausweicht, schaukelt unangenehm. Doppelfederung an der Kette empfiehlt sich wegen der nächtlichen Tidenströme, die das Schiff quer zum Wind drehen können.

Mehrere Segelboote ankern im ruhigen Meer vor einem goldglühenden Sonnenuntergang unter dramatisch bewölktem Himmel
Türkisblaue Bucht mit weißem Sandstrand, runden Granitfelsen im Wasser und dichtem Wald bis zu den Hügeln.

Ruhige Ankerbucht mit Strandrestaurants und Versorgung

Mit dem Dinghy landet man an beiden Strandenden problemlos im Sand; nur in der Mitte brechen bei erdigem Nordwest Schaumkronen auf versteckten Felsen. Direkt hinter der Baumgrenze liegen zwei Strandrestaurants – „Bonbon Plume“ und „Le Chevalier“ –, die frischen Fisch, Wasser und auf Nachfrage auch Eiswürfel verkaufen. Ein kleiner Kiosk bietet Snacks, Obst und SIM-Karten. Trinkwasser in größeren Mengen muss aus Baie Sainte-Anne (7 sm Motorfahrt) oder von der Charterbasis in Mahé beschafft werden. Müll nimmt das Restaurant gegen Gebühr, Glas bitte wieder mit an Bord nehmen – die Inselverwaltung kontrolliert streng. Diesel gibt es gar nicht; Reservekanister sind Pflicht. Mobilfunk (Airtel 4G) deckt Strand und Ankerfeld ab, Wi-Fi gibt es nur im Restaurant bei Verzehr.

Tropischer Ankerplatz mit Inselnatur und Meeresschildkröten

Hinter den Palmen beginnt eine Kulisse aus Takamaka-Wald, Vanille-Lianen und Kokos­palmen, durchsetzt von gewaltigen Granit­blöcken – ein Spielplatz für Fotograf:innen. Schnorcheln lohnt fast unter dem Bug: Schildkröten, Papageifische, Muränen und gelegentlich ein Schwarzspitzen-Riffhai kreisen über Seegras­wiesen; Sichtweiten liegen meist bei acht bis zwölf Metern. Wer tiefer eintauchen will, folgt dem Riffrand am östlichen Felseck – dort stehen farben­prächtige Gorgonien und Schwämme. An Land führt ein 40-minütiger Trampelpfad über den Hügel zur benachbarten Anse Georgette – einsame Bucht, perfekt für Sonnen­aufgang. Mit dem Dinghy erreicht man in zehn Minuten die von Riesenschildkröten bevölkerte Insel Curieuse; Ranger kassieren eine kleine Parkgebühr, dafür wandert man durch beeindruckende Mangroven­stege zum Schildkröten­schild­kröten-Sanctuary. Am späten Nachmittag legen Ausflugs­katamarane ab, und der Strand gehört wieder den Anker­crews, Einsiedler­krebsen und Flughunden.

Türkisblaues Meer mit Granitfelsen, heller Sandstrand im Schatten eines ausladenden Baumes, klarer Himmel
Sonnendurchfluteter Sandstrand unter rosa-weißem Schirm, davor türkisfarbenes Meer mit mehreren Segelbooten.

Segleridylle mit Palmen und Schnorchelparadies

Anse Lazio ist der Stoff, aus dem Kalender­blätter gemacht sind – und doch hat die Bucht mehr zu bieten als Postkarten­ästhetik. Der Ankergrund ist solide, der Windschutz im Südost-Passat nahezu perfekt und die Ansteuerung kinderleicht. Wer jedoch Rundum-Versorgung erwartet, wird enttäuscht: Diesel, Wasser in Mengen, Laundry – dafür muss man nach Praslin-Hauptort. Genau dieser Minimalismus macht den Reiz: abends ein Creole-Curry unter Palmen, der Sternen­himmel ohne Licht­verschmutzung und das sanfte Rollen der Dünung als Einschlaf­musik. Empfehlenswert für Fahrten­yachten bis 2,5 m Tiefgang, die in der Südost-Saison (Mai–Okt) sicheren, aber offenen Ankerplatz suchen Crews mit Lust auf Schnorcheln, Strand und kurze Landausflüge ohne Charter-Marina­trubel Familien, weil Anlanden einfach, Strand flach abfallend und Restaurants kinderfreundlich sind Weniger ideal für Yachten mit hohem Diesel- oder Wasser­verbrauch Crews, die in der Nordwest-Monsun­zeit seekrankheits­anfällig sind (Schwell) Ankernovizen, denn bei Nordwest braucht es Erfahrung mit Bug- und Heckanker gegen Rollbewegung Mein Logbuch endet mit einem Bild: 22 Uhr, tropische Nacht, Plankton leuchtet um die Badeleiter, und die Silhouetten der Palmen zeichnen sich im Mond ab. Der Anker sitzt fest, die See ist still. Morgens werde ich mit Schildkröten schnorcheln, doch jetzt genügt ein Blick aufs fluoreszierende Wasser, um zu wissen: Anse Lazio gehört zu den seltenen Plätzen, an denen Segler­träume Realität werden.

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