Geschützter Hafen im flachen Hejls Nor
Hejlsminde liegt am Südausgang des Kolding-Fjords, gut geschützt im flachen Hejls Nor. Von See kommend bleibt man zunächst im betonnten Fahrwasser des Lillebælt. Südlich der Landzunge Ristinge Hale zweigt bei Position 55 ° 21,7′ N / 09 ° 36,1′ E ein Stichpriel ab. Die enge Rinne ist nur zwei Bootslängen breit, mit roten und grünen Pricken markiert und an zwei Stellen fast rechtwinklig geknickt – das Echolot ist hier der beste Freund. Die Solltiefe beträgt 2,0 m und ist in der Mitte des Fahrwassers am größten. Nachtfahrt ist möglich, aber mangels Befeuerung nur mit Plotter und Suchscheinwerfer ratsam. Hat man die Rinne hinter sich, öffnet sich der kleine Hafen: 67 Gastliegeplätze, eine solide Betonpier für größere Einheiten und eine Servicebrücke mit Mastekran.
Geschützter Hafen mit ruhigen Liegeplätzen
Im Hafen selbst wird längsseits oder in Boxen festgemacht; der Außensteg bietet rund 2,5 m bei mittlerem Niedrigwasser. Wer lieber schwojen möchte, kann unmittelbar vor der Hafenzufahrt auf 2–3 m über festem Sandgrund ankern. Die flache Landzunge und der Wellenbrecher halten Nord- und Westwelle zuverlässig draußen, und auch Ostwinde laufen nur als leichte Kabbel herein. Strömung gibt es quasi nicht, und der Ostsee-Tidenhub bleibt unter 15 cm – beste Voraussetzungen für eine ruhige Nacht.
Gemütliche Marina mit Sauna und Grillplätzen
An den Stegen gibt es Strom (16 A) und Frischwasser; Duschen, WCs und sogar eine kleine Sauna sind im Liegegeld enthalten. Für den Frühstückstisch findet man Bäckerei, Kiosk und einen „Pølsevogn“ direkt hinter der Sliprampe – alles in Flip-Flop-Distanz. Größere Einkäufe erledigt man in der Brugs im Dorf Hejls (2,5 km); dort bekommt man auch Diesel im Kanister. Um dorthin zu kommen, verleiht die Marina kostenlose Fahrräder. Mülltrennung, Altölannahme und eine Slipanlage sind vorhanden, eine Pump-out-Station nicht. Grillplätze entlang der Stege und am Strand laden zum Abendessen im Sonnenuntergang ein; wer keine Lust zu kochen hat, wählt eines der drei Hafenrestaurants, alle keine 200 m vom Liegeplatz entfernt.
Naturparadies zwischen Lagune und Ostseestrand
Hinter dem Deich beginnt das Hejlsminde Nor, ein seichter Lagunensee mit Schilf-, Salzwiesen- und Röhrichtzonen. Dort rasten ganzjährig Schwäne, Gänse und bis zu 15 Entenarten; regelmäßig sieht man See- und Fischadler, Brandgänse und Rohrweihen kreisen. Ein zwölf Kilometer langer Naturpfad mit Holzbohlen und einem zweistöckigen Beobachtungsturm führt rund um das Schutzgebiet – Fernglas nicht vergessen. Gleich nördlich des Hafens liegt der feinsandige Hejlsminde Strand (Blau-Flag-Status). Dank des langen Flachwassers müssen Schwimmer erst 200 m hinaus, um zwei Meter Tiefe zu erreichen – kinderfreundlicher geht es kaum. Unter Wasser herrscht – Ostsee-typisch – eher diffuse Sicht, doch in den Seegrasfeldern verstecken sich Flundern und junge Dorsche. Wer Abwechslung sucht, kann mit dem SUP bis zum Ausgang des Fjords paddeln oder per Rad in 40 Minuten die Backstein-Altstadt von Kolding erkunden.
Kleiner Hafen mit Charme und Natur
Hejlsminde ist die perfekte Zwischenstation für Crews, die auf dem Weg zwischen Kleinem Belt und Süd-Fünen einmal richtig durchatmen wollen. Die Kombination aus: sicherer, aber spannender Ansteuerung durch den Mini-Priel, komplett modernisierter Infrastruktur mit Sauna-Luxus auf kleinstem Raum und unmittelbarer Nähe zu einem hochinteressanten Vogelbiotop findet man in Dänemarks „Südsee“ nicht oft. Für Tiefgänge bis knapp unter zwei Meter ist der Hafen problemlos, wer mehr zieht, ankert draußen. Technik-Freaks und Diesel-Bunker finden hier keine Großwerft, doch für das schnelle Nachfüllen von Frischwasser, Strom und Lebenslust ist Hejlsminde unschlagbar – und der Duft aus dem Räucherofen macht jedes Fehlen einer Tankstelle wett. In meinem Logbuch steht nach zwei Sommertagen nur ein Satz: „Hejlsminde – klein, herzlich, wiedersehen garantiert.“
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