Geschützte Marina mit einfacher Nachtansteuerung
Die Ansteuerung erfolgt über Tor Bay, ein natürlicher Hufeisenhafen, der bei südlichen Winden exzellenten Schutz bietet. Das Ansteuerungsfeuer auf Berry Head (Fl (3) 10 s) dient als Hauptlandmarke; ein weißer Sektor weist sicher auf den Kopf des Südbreakwaters. Bei Niedrigwasser bleiben im Außenfahrwasser ≥ 2,5 m unter Kiel, in der Marina selbst ebenso – der Grund ist in den zurückliegenden Jahren regelmäßig ausgebaggert worden. Nachts ist der Molenkopf rot blinkend befeuert; einmal hinter der Mole, hält man sich eng an die Steuerbordbetonnung, da die Fischereiflotte häufig manövriert. Funkkontakt mit „Brixham Harbour Radio“ auf VHF 14 empfiehlt sich, um über Fischerbewegungen und freie Besucherplätze informiert zu sein. Strömung spielt allenfalls bei Starkwind eine Rolle, wenn in der Bucht Kabbel entsteht; ansonsten gleitet man wie in einen Binnensee.
Ruhige Marina mit sicherem Wetterschutz
Die Stadthäfen Torquay, Paignton und Brixham werden von der Tor Bay Harbour Authority strikt als Binnenhafenbereiche verwaltet – Ankern ist hier nur im Notfall erlaubt und bedarf ausdrücklicher Genehmigung. Wer frei liegen möchte, muss in die vorgelagerte Fishcombe Cove oder auf den offenen Sandgrund vor Elberry Cove ausweichen; dort herrscht jedoch Schwell aus Südost. In der Marina selbst liegt man völlig ruhig: ein durchgehender Südbreakwater und ein geplanter Nordarm brechen jeden Restdünung. Die Fingerstege bieten 16-Ampere-Strom, Wasser und MDL-WLAN; der Untergrund ist tiefer Schlick mit vereinzelten Felspartien – perfekt für Dalben, weniger für jeden Gedanken ans Ankern. Selbst bei einem Wintersturm aus Südwest spürt man höchstens sanftes Rollen; Stege und Dalben sind solide Holz-Stahl-Konstruktionen.
Moderner Hafenservice mit maritimem Flair
Das Hafenbüro liegt direkt am Kopf von Ponton A; hier erhält man Schlüsselkarte, Wetterfax und Tipps für Fischauktionen. Treibstoff: Dieselpier am Kopf von Ponton C, 24 h Self-Service. Sanitär: Modernes Duschhaus mit Wäscherei unmittelbar hinter dem Büro. Werkstätten: Dolphin Boatyard (400 m Landweg) übernimmt Kran, Rigg und Motor-Service bis 50 t. Versorgung: Co-op Superstore (10 min zu Fuß), Fischmarkt (morgens 6 Uhr), Yachtchandler und Segelmacher im Marinagebäude. Abfall: Müll- und Recyclingstationen am Stegaufgang; Altölannahme und Pump-Out kostenfrei. Hungrige Crews steuern den „Prince William“ direkt am Kopfsteg an; mit Pint, Fish & Chips und Blick aufs Becken lässt sich die Tide gut abwarten.
Kalkklippen, Küstenpfade und Schnorchelabenteuer erleben
Kaum ist das Schiff vertäut, lockt Berry Head NNR: ein Kalkklippen-Naturreservat mit Seevogelkolonien und Höhlen, erreichbar in 30 Minuten Fußmarsch. Unter Wasser warten Kelpwälder, Seepferdchen und gelegentlich Hundshaie – Sichtweiten bis 8 m sind keine Seltenheit. Schnorchelausrüstung lohnt sich selbst direkt unter dem Marinasteg, wo Lippfische um die Spundwände kreisen. Der South West Coast Path führt in beide Richtungen über rote Sandsteinklippen; Richtung Paignton passieren Wandernde die stillgelegte Napoleonsfestung „Battery Gardens“. Familien radeln zum 4 km entfernten Paignton Zoo oder erkunden mit dem Torbay Steam Train das Dart-Tal.
Tidefreie Marina mit authentischem Fischerflair
Brixham Marina eignet sich hervorragend als Südküsten-Basis: tidefrei, tiefwassertauglich, mit Full-Service und gleichzeitiger Fischerdorf-Atmosphäre. Pluspunkte Rundum-Schutz durch Breakwater, tiefe Zugänge auch bei MLWS. Komplettes Technik- und Versorgungsnetz – Diesel, Kran, Segelmacher, Yachtshop. Authentischer Fischereihafen: fangfrische Scallops und direkter Marktzugang. Minuspunkte Platzknappheit bei Events wie der „Brixham Trawler Race“ – früh reservieren! Ankern im Hafen verboten; außenliegende Buchten rollig bei Südost. Nightlife konzentriert sich auf wenige Pubs – wer Disco sucht, fährt ins nahe Torquay. Geeignet für Fahrtencrews auf Kanalpassage, die vor dem Sprung nach Brest Diesel und Wetterrouting brauchen. Familien: kurze Wege zu Stränden, Zoo und Küstenpfad. Taucher und Naturfans dank Berry-Head-Riffe und Seevogelkolonie. Mein persönliches Logbuch endet mit einer Szene kurz vor Mitternacht: Die letzten Fischkutter laufen ein, Möwen kreisen im Schein der Hafenscheinwerfer, und das Salz liegt schwer in der Luft. Im Cockpit klingt noch das leise Gluckern an den Dalben, während über Berry Head das Leuchtfeuer seine weiße Sichel durchs Dunkel zieht. Brixham – ein Hafen, der seine harte Fischerarbeit nicht versteckt und sich gerade deshalb wie ein echter Zufluchtsort für Segler:innen anfühlt.
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