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Seychellen
·
Praslin
·
Baie Sainte Anne

Anse Volbert

Anse Volbert: Türkiser Seychellen-Traum

Einleitung

Schon während das Boot die Nordostküste Praslins entlang­gleitet, schimmert ein flacher Türkiston durch das Blau – genau dort, wo die weite, sichelförmige Anse Volbert beginnt. Palmwedel wiegen sich über zuckerweißem Sand, davor ankern ein paar Charter­katamarane, deren Wasser­spiegel im Abendlicht wie flüssiges Aluminium glänzt. Am Strand züngelt Rauch vom Barbecue eines kleinen Guesthouses, Kreol-Reggae weht herüber, und braungebrannte Kinder jagen Fregattvögel aus den Fischerbooten. Wer nach Tagen auf hoher See hier den Anker fallen lässt, spürt augenblicklich das „Seychelles-Slow-Motion-Syndrom“: Salz auf der Haut, doux-Leben in Sichtweite und eine Bucht, die wie fürs Bordtagebuch gemalt scheint.
Türkises Meer mit drei kleinen Booten vor zwei palmengesäumten Granitinseln unter blauem Himmel.

Sandankerplatz mit Monsun-Schutz, Praslins Nordostküste

Geografische Lage Anse Volbert – auch „Côte d’Or“ genannt – liegt an Praslins Nordostküste (04 ° 19,9′ S / 55 ° 44,9′ E). Zufahrt Von La Digue oder Curieuse kommend hält man sich zunächst im 10-m-Isobath und peilt dann auf die auffällige weiße Fassade des „Paradise Sun“-Hotels in der Buchtmitte. Untiefen gibt es nur nördlich am Pointe Ste-Marie; dort schützt ein Saumriff den Strand – unbedingt Abstand halten, auf Charts gut markiert. Tiefgang Riffdurchfahrt in der Buchtmitte 5–7 m, ankern anschließend auf 3–6 m sandigem Grund . Tag / Nacht Tags leicht dank türkisfarbener Sandfelder, nachts unbefeuert – Einlaufen besser bei guter Sicht und hochstehendem Mond. Plotter & Frontscheinwerfer schützen vor Riffnasen. Monsun-Besonderheiten NW-Monsoon (Nov–Apr) bringt Schauerböen und leichten Schwell, bleibt aber in der Bucht beherrschbar. SE-Passat (Mai–Okt) beschert konstant 12–20 kn ablandigen Wind – beste Saison, allerdings brandet Dünung aus Ost auf den Strand; bei Starkpassat kann ein Schwellteppich bis ans Heck laufen.

Gut geschützter Ankerplatz vor Seychellen-Küste

Der Meeresgrund besteht aus feinem, hellen Korallensand, vereinzelt mit Seegras – hält schon bei 4:1-Kettenlänge ausgezeichnet . Wichtig: Auf keinen Fall auf Riff oder lebende Korallen fallen lassen; die Seychellen-Behörde ahndet das streng. Vorherrschender Schutz Gut gegen SE-Passat und Nordwinde; offen gegen reinen Ost-Schwell. Mooringbojen Derzeit keine offiziellen Gäste­bojen; kleine Resorts legen private Taue aus – nur nach Rückfrage nutzen. Schwoikreis Genügend Platz für zehn bis fünfzehn Yachten ohne Päckchen – Charterflotten verteilen sich abends meist weiter westlich Richtung Curieuse.

Dunkelgrauer, elefantenförmiger Granitfelsen mit tiefen Rillen überragt dichtes grünes Buschwerk vor blauem Himmel.
Felsküste mit üppigem Grün, ruhiges türkisfarbenes Meer; mehrere Segelboote am fernen Horizont unter klarem Himmel

Genussbucht mit Strandgrill und Tauchbasis

Mit dem Dinghy anlanden ist simpel: In Buchtmitte gibt es eine Lücke im Saumriff, danach weicher Sand – bei Ebbe trocken. Wasser & Proviant Ein Mini-Market und ein Bottle-Shop liegen 300 m hinter dem „Côte d’Or Lodge“-Parkplatz; Obststände verkaufen Kokos, Papaya und Brotfrucht. Gastronomie Mehrere Beach-Grills servieren gegrillten Bourzwa-Fisch und das legendäre „Octopus Curry“. Zum Sundowner empfiehlt sich das Deck der „Pirogue Bar“. Tauch- & Charterbasis Octopus Dive Center bietet Luft, Ausrüstungs­miete und Tauchgänge am Riff von St. Pierre. Müll & Formalitäten Kein offizieller Recycling-Point – Müll in dichten Säcken zurück nach Mahé oder Baie Sainte Anne; Ranger kassieren gelegentlich 200 SCR für National-Park-Besuch (Curieuse / St. Pierre). Internet & Geld Guter 4G-Empfang; ein Geldautomat steht beim „Les Lauriers“-Hotel.

Paradiesische Natur zwischen Strand und Riffen

Unter Wasser Direkt unter dem Boot üppige Seegras­wiesen – Lebensraum für Adlerrochen und, mit Glück, grasende Suppen­schildkröten. Das vorgelagerte Mini-Eiland St. Pierre bietet spektakuläre Schnorchelspots mit Papagei-, Kaiser- und Fledermausfischen in 2–6 m Tiefe. Sicht in der Passat­saison meist 15 m +. An Land Der 2,5 km lange Strand lädt zu Barfuß-Jogging, Kajak oder SUP-Touren. Taxis bringen einen in zehn Minuten ins Vallée de Mai, Welt­natur­erbe und Heimat der berühmten Coco-de-Mer-Palme. Im Süden ragen Granitkuppeln aus dichtem Takamaka-Wald; Wege führen zu kleinen Zwischensandbuchten. Nachtaktive Fruchtfledermäuse segeln in der Dämmerung zwischen den Kokospalmen, während auf dem Wasser phosphoreszierendes Plankton das Hecklicht spiegeln lässt.

Offene Bambus-Strandbar mit bunten Spirituosenflaschen, Lampions und Lichterkette vor türkisblauem Meer und weißem Sand.
Weiße Sandbucht mit türkisfarbenem Meer, Palmenblätter rahmen den Blick; kleine Inseln am fernen Horizont.

Traumankerplatz mit Strandatmosphäre auf Praslin

Anse Volbert verbindet Postkarten­motiv, solide Anker­bedingungen und Strandinfrastruktur – ein idealer Stopp zum Durchschnaufen auf einer Seychellen-Rundreise. Warum hin? Sicherer Sandhalter bei 3–6 m Tiefe und reichlich Schwoi­radius. Breiter Strand mit Shops, Bars und klarem Wasser – perfekt für Familien oder Crews mit Landsehnsucht. Erstklassige Schnorchel- und Tauchgebiete in Dinghy-Distanz (St. Pierre, Curieuse). Was beachten? Bei durchziehenden Ost-Dünungen kann die Nacht unruhig werden – Ausweich­option: Baie Sainte Anne auf der Südseite. Korallen nicht beschädigen, keine Boote im Seegras schleifen; Ranger kontrollieren. Versorgungs­vielfalt begrenzt: Diesel, größere Einkäufe und Ersatzteile nur in Baie Sainte Anne oder Mahé. Für wen geeignet? Charter-Katamarane, Langfahrt-Crews auf Inselhopping, Schnorchel-Fans und Genießersegler. Weniger ideal für Tief­kieler über 2,5 m, wenn langer SE-Passat steht, oder für Crews, die absolute Abgeschiedenheit suchen. Mein Logbuchmoment Wir warfen den Anker auf fünf Metern Sand, tauchten kurz ab, um die Kette zu checken, und fanden eine Schildkröte, die sich zwischen den Kettengliedern festzu­straucheln schien – sie glitt jedoch majestätisch davon. Später rösteten wir Brotfrucht auf dem Cockpit-Grill, während hinter Curieuse die Sonne in ein pink-oranges Meer fiel. Nachts legten wir uns auf die Vorschiffs­netze, schauten den südlichen Sternenhimmel an und lauschten dem leisen Rauschen der Wellen am Riff. Am nächsten Morgen schwamm ein Rochen im Kielwasser, als wollten uns die Seychellen daran erinnern: Hier ist die Grenze zwischen Reise und Traum fließend – und Anse Volbert ihr sanfter Übergang.

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