Geschützte Marina nahe belebtem Fährhafen
Die Marina liegt im Schutz des großen Fährhafens (Koordinaten ca. 04 20,4 S / 55 44,9 E). Von Norden folgt man der 10-m-Isobathe entlang der Riffkante Anse La Farine, bis die rote Einfahrtsmole auf 210° steht und der Mastwald der Charteryachten auftaucht. Von Süden zielt man nach Passieren des Kardinalzeichens „Pointe Zanguilles“ direkt auf den Fähranleger, hält aber 100 m vorher hart steuerbord ins flache Nebenbecken. Hier befindet sich ein einziger Ponton für 15-20 Yachten, Tiefe bis zu 8 m am Kopf, 4 – 5 m im Innenbereich . – UKW-Kontakt: „Dream Yacht Marina“ / VHF 09 oder Anruf auf Kanal 16 über Kapitänie. – Befeuerung: grünes Festlicht am Pontonkopf; ansonsten Straßenlaternen am Fährdamm – Nachtansteuerung möglich, aber wegen lokaler Fischerbojen besser bei Tageslicht. – Verkehr: Fährkatamarane nach Mahé/La Digue manövrieren eng; erst einlaufen, wenn die Mole frei ist.
Geschützter Ankerplatz mit Mittelmeer-Flair
Im Becken selber wird fest im Mediterrane-Stil angelegt (Bug zum Ponton, Heck an Mooringleine). Untergrund: Schlamm-Sand-Gemisch, Moorings sind solide verkettet. Die Uferböschung und der Fährdamm schirmen den üblichen Südost-Passat vollständig ab; Schwell entsteht nur, wenn ein Frachter in die Außenbucht dreht. Wer keinen Platz ergattert – viele Slots sind für Dream-Yacht-Boote reserviert –, ankert nördlich des Kanals auf 12 m Sandgrund. Haltequalität ist dort gut, doch offene Dünung dringt bei Nord- oder Südwind ein.
Kleine Marina mit umfassendem Serviceangebot
Die Marina ist klein, aber All-in-One-Basis: Strom & Wasser auf dem Ponton (220 V/16 A, Wasser gratis). Diesel & Benzin: schwimmender Tankponton 150 m südlich, 07–19 Uhr. Für Nachtschwärmer kann ein Tankwagen organisiert werden . Sanitär: neue Duschen/WC hinter dem Charterbüro, Waschmaschine/Trockner (SCR 25-Jetons). Einkauf: „Vijay Shop“ und „ISPC Supermarket“ fünf Gehminuten, Wochenmarkt (Mo/Mi/Fr) an der Hauptstraße – Obst, Gewürze, frischer Thun. Werft/Service: 60-t-Travel-Lift, Schweißerei, Rigger sowie Segelreparaturatelier von 08–16 Uhr. Entsorgung: Sortiercontainer, Grauwasserpumpe kostenlos, Altölfass im Werftbereich. Kosten: 2025 ca. 45–75 € pro Nacht je nach Schiffslänge, Strom/Wasser inkl. . Zahlung in Rupien, Euro oder Visa.
Palmenparadies mit Inselcharme nahe Praslin
Praslins Superstar – das UNESCO-Vallée-de-Mai – liegt nur sechs Kilometer landeinwärts. Ein Bus stoppt am Fährterminal; wer lieber radelt, leiht an der Marina Mountainbikes. Die 30-m-hohen Coco-de-Mer-Palmen, schwarzer Papagei und der Heliconia-Dschungel sind Pflichtprogramm. Im Wasser punktet die Bucht weniger: Sicht zwei bis vier Meter, Seegrasbänke – brauchbar zum Abkühlen oder für Dinghy-Boarding, nicht für Reef-Snorkeling. Dafür starten von der Pontonspitze Glasbodenboote zu den Schildkröten von Curieuse und zum Riff von St. Pierre. Abends pulsiert das Dorf: Street-Food-Stände bieten „Octopus Curry“, Kinder spielen Barfuß-Fußball auf dem Kai, und im „Café des Arts“ flackert Live-Gitarrenmusik. Trotz Hafenkulisse bleibt der Sternenhimmel dank geringer Lichtverschmutzung beeindruckend; Pico-ähnlicher Stargazing-Spot ist die Mole mit Blick auf La Digue.
Solide Versorgungsbasis für Praslin-Törns
Die Marina Baie Sainte Anne ist weniger glamourös als Eden Island (Mahé), aber für Praslin das logistische Rückgrat: Diesel, Wasser, Ersatzteile, Charterwechsel, alles in Lauflage. Stärken Rundum-Versorgung in fünf Minuten Fußweg. Sicherer, schwellfreier Liegeplatz im Lee des Passat. Ideale Ausgangsbasis für Curieuse, St. Pierre und Vallée-de-Mai. Schwächen Platz knapp: oft nur Abend-Slot, wenn Charterkats auslaufen. Hafengebühr auf Seychellen-Niveau, Servicezeiten eher „island-time“. Schnorchelwert der Bucht gering; Badewasser trüb bei Springtide. Geeignet für Langfahrtcrews, die Zwischendecks-Reparaturen, Proviant und Crewwechsel brauchen; Charteryachten bei Basisübernahme; Familien dank kurzer Wege zu Bus, Supermarkt, Strand Anse Volbert (10 min Taxi). Weniger ideal für Segler, die absolute Ruhe suchen – Fährhupen ab 06:30, Dieselgeneratoren im Werftteil laufen tagsüber. Logbuch-Schluss: „18:20 Uhr – letzte Fährwelle verblasst, Abendwind riecht nach Curry und Frangipani. Lichterkette am Ponton schimmert im schwarzen Wasser, Bordwerkzeug klappert zufrieden nach getaner Wartung. Morgen wartet Curieuse – heute genieße ich Marina-Komfort mitten im Indischen Ozean.“
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