Ruhiger Hafen mit spannendem Tauchspot
Ballen liegt genau am Westausgang des Svendborgsunds (Position 55 ° 02,0′ N / 09 ° 39,0′ E). Man folgt dem betonnten Hauptfahrwasser bis zur roten Spitztonne „4“ und verlässt dort bei Tageslicht rechtwinklig nach Westen; nachts fehlen Befeuerung und Richtfeuer, sodass die Ansteuerung nur unter klaren Bedingungen mit Plotter zu empfehlen ist. Gleich hinter der Rinne fällt die Tiefe rasch auf 3 m, am Steg misst das Lot zwischen 1,5 und 2,2 m; der nördlichste Kopfplatz bietet knapp 2,5 m und ist für Tiefgänger (max. ca. 2,2 m) reserviert. Bei Westwind steht leichter Fjordstrom quer, ansonsten herrscht spiegelglattes Wasser. Ein Besonderheit für Taucher:innen: Eine halbe Seemeile südöstlich des Hafens wurde das ehemalige Fährschiff „Ærosund“ versenkt – zwei gelbe Murings erlauben das Festmachen am künstlichen Riff; der Schornstein ragt nur sechs Meter unter die Oberfläche und ist auch für Freitaucher spannend.
Geschützter Hafen mit ruhiger Naturkulisse
Der private Vereinshafen verfügt über gut 50 Boxen an Heckdalben; Strom (10 A) liegt überall, Wasser meist nur am Kopfsteg und kann bei Hochsommer-Algen zeitweise gesperrt sein. Der Untergrund ist weicher Schlick – gut zum Abfedern von Manöverfehlern und herrlich rolldämpfend. Durch die flachen Hügel von Ballen Næs liegt das Becken bei nahezu allen Windrichtungen ruhig; erst kräftiger Nordwest baut kurzen Chop zwischen Steg und Strand auf. Freiankern ist möglich: 150 m nördlich des Stegs bietet Sand in 2,5–3 m Tiefe sehr guten Halt, doch liegt man dort offen für Westwind und ohne Landzugang.
Ruhiger Hafen mit guter Grundversorgung
Sanitär & Infrastruktur – Das Vereinshaus stellt moderne WCs, eine heiß geflieste Dusche (Duschmünze 10 DKK), Waschmaschine und Trockner bereit. Diesel & Technik – Keinerlei Service am Kai; nächster Zapfponton in Svendborg (6 sm). Kleinreparaturen erledigt die Werft in Thurø auf Anfrage. Einkauf – In der Minisiedlung Ballen selbst gibt es keinen Laden; dafür einen legendären Honigautomat und in der Saison einen Eiswagen am Strand. Proviant fasst man im drei Kilometer entfernten Dorf Øster Skerninge (SuperBrugsen, Bäcker) – Leihfahrräder stellt der Verein kostenlos, solange Vorrat reicht. Müll & Umwelt – Die Wertstoffinsel am Parkplatz trennt Glas, Metall, Papier. Fäkalsaugstation: keine; Grauwasserentsorgung bitte in Svendborg.
Idyllischer Hafen mit Natur und Wassersportmöglichkeiten
Das Hafenidyll lebt vor allem von seiner Kombination aus Strand und Wiese: Gleich neben der Mole wartet ein kiesdurchsetzter Sandstreifen mit Badeleitern – perfektes Kinderrevier im 22-°C-Fjordwasser. Hinter dem Deich beginnt ein Netz aus Graswegen; 20 Minuten nördlich erreicht man den Eichenhain von Skovmølle, wo im Frühsommer Nachtigallen singen. Maritime Freizeit: Das Vereinshaus verleiht SUP-Boards für kurze Schilfsafaris; wer seine Flossen einpackt, kann am Riff der „Ærosund“ Dorsche, Plattfische und mit Glück einen Seehasen beobachten (Sicht meist 3–4 m). An Land laden der reetgedeckte Ponyhof Ballen und mehrere Künstlerwerkstätten zu kleinen Ausflügen. Besonders schön ist die Abendwanderung auf den Hügel über dem Hafen: Wenn die Sonne hinter Skarø im Dunst versinkt, spiegelt sich das Pastelllicht im ruhigen Wasser – Gänsehautgarantie.
Ballen: Entspannte Hafenidylle nahe Strand
Ballen auf Fünen ist der ruhige Gegenpol zu den großen „Hot-Spot-Marinas“ des dänischen Südmeers. Wer für eine Nacht Landstrom, Dusche und Badesteg sucht – mehr aber nicht –, wird hier glücklich. Pluspunkte sind der geschützte Liegeplatz, die familiäre Hafengemeinschaft und das Strandbad zehn Meter vom Bugkorb. Minuspunkte: kein Diesel, keine Restaurants, kaum Einkauf – also nur eintauchen, wer autark kommt und Einfachheit schätzt. Ideal für Crews bis etwa zwölf Meter Länge, Familien mit kleinen Kindern und Naturfans, die nach einem Svendborg-Sund-Kreislauf einen Tag „Bullerbü-Reset“ brauchen. In Starkwindlagen oder für Technik-Großprojekte sollte man dagegen lieber Svendborg oder Rudkøbing ansteuern. Für mich gehört Ballen seit Jahren zum festen Törnritual: Ankommen, Heckleine ausbringen, Barfuß zum Badesteg – und kurz darauf leuchtet der Himmel über dem Süd-Fünen-Archipel in Pfirsichtönen, während der Grillduft über die Wiese zieht. Ein Hafen zum Durchatmen, Abschalten und sich daran erinnern, dass Segeln manchmal nichts weiter braucht als einen Holzsteg, einen klaren Sund und einen guten Sundowner.
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