Plymouth Sound: Sicherer Hafen bei Nacht
Plymouth Sound kann man sowohl durch den Western Channel (zwischen Rame Head und Western Ende der Breakwater) als auch den Eastern Channel anlaufen; beide sind befeuert und betonnt. Nördlich der Breakwater hält man auf die Süd-Mallard-Tonne (VQ(6)+LFl 10 s) zu und steuert dann 027 ° M – direkt auf die weiße Fassade der Royal Citadel . Das Betonhaupt der QAB liegt 0,5 sm östlich davon. Funk UKW Kanal 80 „Queen Anne’s Battery Marina“. Funkkontakt vor Erreichen der Einfahrt, das Team weist einen Platz zu . Tiefen Die betonnte Zufahrt und das Bassin haben bei MLWS rund 2,5 m Wassertiefe, das Fahrwasser draußen sogar 3,7 m . Damit ist die Marina praktisch tidenunabhängig. Nacht Alle Hauptseezeichen sind befeuert; Leuchtfeuer der Citadel und Brückenlichter geben zusätzliche Orientierung. Die Marinaschutzmole ist unbefeuert, wird aber von Stadtlicht erhellt.
Geschützter Hafen mit sicherem Liegeplatz
QAB ist komplett von einer hohen Betonmole umschlossen und liegt hinter Plymouth Sound – selbst bei starkem Südwest bricht kein Schwell hinein. Festgemacht wird an Fingerstegen (Stege B–F) oder längsseits am Besucherponton A. Die Pfahlköpfe der Hauptstege sind farbig markiert, die Liegeplatznummern vorne am Finger machen das Einparken stressfrei . Solide Dalben, kräftige Schwimmstege und Breite bis 5 m garantieren ruhigen Schlaf auch bei Starkwind.
Moderne Marina mit umfassendem Service
Nach dem Anlegen geht es durch ein kodiertes Tor auf den zentralen Marinaplatz – das Office befindet sich im ersten Stock des auffälligen Clubgebäudes . Strom/Wasser/WLAN liegen an jedem Finger. Diesel & Benzin tankt man am Kopf von Ponton E direkt an Backbord der Einfahrt . Sanitär großzügige, moderne Duschen, Waschmaschinen und Trockner; Münzwechsler im Office. Werft & Technik Travel-Hoist bis 40 t, Segelmacher, Rigg- und Motorservice sowie eine Elektrowerkstatt sind auf dem Gelände angesiedelt . Chandlery „Force 4“ gleich hinter der Schranke tauscht auch Camping-Gaz und „Blue Gas“-Flaschen aus . Proviant Supermärkte liegen in der City; für größere Einkäufe empfiehlt sich das Taxi (Nummer +44 1752 666222). Trolleys stehen an der Stegrampe bereit . Gastronomie Café, Fish-&-Chips-Bar und ein Steakhouse direkt am Dock; lebhafte Pub-Szene im Barbican-Viertel fünf Gehminuten entfernt. Entsorgung Restmüll und Recycling hinter dem Bürocontainer, Altölannahme an der Werft. Crewwechsel Bahnhof Plymouth und National-Express-Busbahnhof bieten stündliche Verbindungen nach London und zu den Airports .
Pittoreske Marina zwischen City und Natur
Trotz Citynähe liegt die Marina malerisch: gegenüber erhebt sich die mit Gras bewachsene Hoe mit dem rot-weißen Smeaton’s Tower. Bei Ebbe ziehen sich Austernfischer über die Uferbänke zurück, während Kormorane auf Dalben trocknen. Ein 20-minütiger Spaziergang führt zum Tinside Lido, einem Art-Deco-Meerwasserpool, der zum Schwimmen im Atlantik einlädt. Unter Wasser ist die Sicht meist nur 2–4 m, doch Wracks wie die Scylla (5 sm SW) locken Sporttaucher. Küstenpfade führen zum Mount Edgcumbe Country Park auf der Cornish-Seite – eine wunderbare Halbtageswanderung mit Blick über den gesamten Sound.
Perfektes Sprungbrett in den Atlantik
Die Queen Anne’s Battery Marina ist eine der bestgeführten Stationen am gesamten Ärmelkanal: Pluspunkte – Tidenunabhängiger Tiefwasserzugang, erstklassige Infrastruktur, fachkundiger Service von Segelmacher bis 40-t-Lift, lebhafte Stadt in Fußweite, dennoch völlige Schwellfreiheit. Minuspunkte – Supermärkte nicht direkt am Kai, Liegeplätze im Hochsommer schnell ausgebucht, bei kräftigem Ost könnte Geräusch von der nahegelegenen Werft herüberwehen. Für wen geeignet? Langfahrt-Crews auf dem Sprung nach Biscaya, Regattateams für Fastnet- oder Rolex-Series, Familien dank sicherer Stege und spannendem Stadtprogramm. Weniger attraktiv für Kapitäne extrem breiter Multis (>8 m) oder Chartergäste, die lieber in Ankerbuchten übernachten. Logbuch-Moment Wir funken QAB auf Kanal 80, man erwartet uns an Ponton A. Kaum fest, beraten wir mit dem Dockmaster den besten Schmied für eine verbogene Klampe; zwei Telefonate später steht der Handwerker an Bord. Am Abend ordern wir Cornish Ale im The Barbican, lauschen Seemannsliedern und staunen über den Mix aus Royal-Navy-Tradition und modernem Waterfront-Flair. Morgens liegt Nebel über dem Sound, doch im Hafenbecken herrscht Spiegelflut – ein fast unwirklicher Frieden, bevor wir hinaus in die Gezeitenströme von Lizard Point starten. Marina Plymouth ist für mich der Prototyp eines englischen Seefahrerknotens: solide, hilfsbereit, unprätentiös – ein perfektes Sprungbrett in den Atlantik.
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