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Galicien
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Isla de Ons

Isla De Ons

Stilles Nationalpark-Ankern vor Ons

Einleitung

Es ist schon fast windstill, als ich zwischen Cabo Udra und dem Küstenvorsprung von San Vicente den Bug auf die langgestreckte Isla de Ons lege. Vom Atlantik her glimmt die Abendsonne durch die Lücken der Islas Cíes und taucht die Dünen von Melide in roséfarbenes Licht. Der Leuchtturm – seit 1865 besetzt und noch immer von einem echten Farero betrieben – schickt alle 16 Sekunden vier helle Blitze in den Himmel. Von ferne riecht es nach Pinienharz, Seetang und ganz leicht nach Holzfeuer aus den wenigen Steinhäusern des Weilers O Curro. Schon beim Fallenlassen der Kette ist klar: Hier wartet kein mondäner Yachthafen, sondern pures Nationalpark-Feeling, kombiniert mit der Ruhe einer Atlantikinsel, die nur etwa 60 stetige Bewohner hat.
Felsige Küste mit Gezeitentümpeln vor blauem Meer; im Hintergrund Sandstrand, grüne Hügel und klarer Himmel.

Geschützte Ankerplätze bei Ons-Insel

Ons schützt die Ría de Pontevedra wie ein Riegel gegen Westdünung. Die geschützten Ankerfelder liegen folgerichtig auf der Ostseite, im Lee der Insel. Von Nord oder Süd kommend steuere ich zunächst den weißen Leuchtturm Faro de Ons an (127 m Feuerhöhe, 25 sm Tragweite). Danach halte ich exakt Ost, bis die grüne Kardinaltonne Melide (Fl G 5 s) querab fällt und peile dann 180° auf den Holzsteg von O Curro. Karten­tiefen bleiben durchgehend >10 m; erst unmittelbar vor dem Strand steigen sie zügig auf 5–8 m an. Wichtig: Für jedes Einlaufen ist vorab eine Navigations­genehmigung des Nationalparks nötig; das Formular gibt es online und gilt jeweils ein Kalenderjahr. Erst mit dieser Nummer darf man separate Anker­genehmigungen (max. 70 Boote/Tag, Zonen Melide & Castelo) reservieren. Bei Dunkelheit ist die Ansteuerung dank Leuchtturm kinderleicht; bei Sommerdunst oder Nebel sollte Radar laufen, denn Muschel­flöße und kleine Fischerboote sind kaum befeuert.

Sicherer Ankerplatz bei ruhigem Sand

Das Hauptfeld liegt nördlich des Besucherpiers auf 6–9 m über feinem, hellen Sand – “Mooring on sand by 8 m”, wie Navily-Nutzer lakonisch schreiben. Schon nach einer halben Bootslänge rückwärts grub sich mein 25-kg-Rocna tief ein. Die Insel schirmt zuverlässig gegen alles aus West bis Nordost; erst anhaltender Südost wirft Kabbel­see über die flachen Sandbänke. Der mittlere Spring­hub liegt bei gut 3 m; wer 5:1 Kette gibt, schläft auch bei nächtlichem Winddreher ruhig. Bei Starkwind kann man auf die Bojenreihe vor dem Fähranleger ausweichen oder in die Ría hinein nach Bueu verholen.

Weitblick über blaues Meer, felsige mit grünem Buschwerk bewachsene Landzunge ragt ins Wasser unter klarem Himmel
Kleine Steinmole mit Boot in türkisfarbener Bucht, umgeben von Felsen, Kiefern und gelben Wildblumen

Minimalistisches Inselabenteuer im Nationalpark

Das Dinghy lässt sich direkt an der Steintreppe des Holzstegs anlanden; bei Niedrigwasser müssen ein paar Meter durchs Watt gewatet werden. Wasser gibt es nur begrenzt an einem Brunnen neben der Besucher­information – nicht immer als Trinkwasser deklariert. Deshalb lieber Kanister vom Festland mitbringen. In O Curro warten drei Bars/Restaurants (mein Favorit: Casa Checho mit legendärem Pulpo), ein Mini-Tante-Emma-Laden und ein kleiner Erste-Hilfe-Posten. Mülltonnen? Keine. Im gesamten Nationalpark gilt „pack it in – pack it out“: Alles, was an Bord kommt, muss auch wieder mit zurück. Diesel, Gas & Co. gibt es erst wieder auf dem Festland; der nächste Hafen mit Tankstelle ist Portonovo (6 sm).

Geologie und Naturwunder auf Ons entdecken

Ons gehört zum Atlantik-Nationalpark und ist ein einziges Open-Air-Lehrbuch für Geologie und Biologie. Östlich breiten sich seichte Seegraswiesen aus, in denen Taucher häufig Kurzschnauzen-Seepferdchen sichten – eine in Galicien geschützte Art. Vor der Westküste brandet der Atlantik an bis zu 60 m hohe Granitklippen; hier hat die Brandung die spektakuläre Schacht­höhle Buraco do Inferno in den Fels gefräst. Vier markierte Wanderwege starten am Anleger: Die 8-km-Nordroute führt zum Mirador Fedorento mit Panorama auf Onza, Cíes und Cabo Home; die kürzere Südroute tangiert spektakuläre Klippen sowie die Düne von Area dos Cans. Der Aufstieg zum Faro (128 m) dauert gemütliche 35 Minuten und wird mit 360-Grad-Blick belohnt. Vogel­freunde notieren Kolonien von Gelb­schnabelmöwen, Sturmvögeln und im Frühling durchziehende Basstölpel. Im Wasser zog bei unserer Ankunft ein Delfinschwarm elegant durch die Bucht – kein seltenes Schauspiel laut den Fähr­kapitänen.

Zweimastiges Segelschiff liegt in ruhiger Bucht vor bewaldeter Insel; Kajakfahrer und gelbe Bojen im klaren Wasser.
Blaues Meer mit Steinpier und kleinem Leuchtturm, vereinzelt segelnde Boote; Felsküste und Baumzweige im Vordergrund.

Isla de Ons: Paradies für Segler و Naturliebhaber

Die Isla de Ons ist kein Logistik-Stopp, sondern ein Erlebnisankerplatz erster Güte: kristall­klares Wasser, bombenfester Sandgrund und Wanderrouten, die jede Crew vom Cockpit auf die Beine locken. Wer Technik-Service, Supermärkte oder Dauerstrom sucht, wählt besser Vigo oder Sanxenxo. Wer dagegen nach einem langen Schlag über den Golf von Biskaya oder der portugiesischen Küste hinauf Seele und Boot „durchlüften“ möchte, wird hier vollends entschädigt. Meine Empfehlung: Fahrten­segler:innen auf Langstrecke – drei Erholungs­tage unter Permit einplanen, Pulpo essen, Wassertanks füllen und weiter. Familiencrews – wat­tiefe Sand­strände im Lee und sichere Wege, aber Trinkwasser mitnehmen! Naturfans & Hobby­biologen – Fernglas und Schnorchel nicht vergessen; die Mischung aus Seegras, Klippen und Brut­vogel­kolonien ist einzigartig. Kurzum: Ons ist wild, ehrlich und unvergesslich – solange man die Parkregeln respektiert und die Abfälle wieder mitnimmt. Für mich bleibt der Ort einer dieser raren Ankerplätze, an denen das Logbuch am Ende nur ein Wort braucht: volveré – ich komme wieder.

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