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Portugal
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Azoren
·
Santa Maria

Vila Do Porto Santa Maria

Ankunft im Hafen Santa Marias

Einleitung

Nach sechs Tagen Atlantikpassage von Madeira taucht im Morgengrauen ein scharfkantiger Küstenrücken aus dem Dunst: Santa Maria, die südlichste und sonnigste Insel der Azoren. Der Leuchtturm am Ponta do Castelo wirft noch sein weiß-rote Blinken über den Ozean, als ich den Bug auf die Hafenmole von Vila do Porto richte. Kaum liegt der lange Atlantikschwell querab hinter der massiven Betonwand, beruhigt sich das Wasser schlagartig. Ein Dutzend Langfahrtboote liegt an Fingersteegen, dazwischen bunte Fischerboote, die nach Nachtfang anlanden. Über dem Basaltkamm stehen weiße Häuserwürfel, und aus einer Bar weht Kaffeegeruch herüber – das Signal, dass nach den Blauwassermeilen wieder Landleben beginnt.

Services und Ausstattung

Hier findest Du die verfügbaren Informationen über den Hafen Vila Do Porto Santa Maria

Mehrere weiße Segelyachten liegen an einem Steg im Hafen vor grüner Felsküste und blauem Himmel.

Sichere Ansteuerung zur Marina Santa Maria

Die Marina liegt an der Südwestküste Santa Marias (36 ° 56,3′ N / 25 ° 08,9′ W). Die Ansteuerung ist bei Tag und Nacht sicher, wenn auch nicht langweilig: Landmarken – Von Westen kommend peilt man zunächst den 97 m hohen Farol de Gonçalo Velho auf Ponta do Castelo. Etwa eine Meile östlich öffnet sich der künstliche Vorhafen; tagsüber leitet das gleißend weiße Forte de São Brás, nachts das Einlauflicht (Oc G 6 s). Kurs – Zwischen den Molenköpfen beträgt die Breite rund 100 m, Tiefe 8 – 10 m. Danach hält man sich sofort links: rechtwinklig hinter die Außenmole, dann geradeaus in das Innenbecken. Wind & Strom – Vor allem im Frühjahr jagt der Nordost-Passat Fallböen über die Steilwand unterhalb von Vila do Porto. Bei starker Dünung steht ein erheblicher Sog in die Einfahrt; wer gegenan fährt, besser mit 2-3 kn Reserve rechnen. Tidenhub liegt unter 1 m; relevante Strömung nur bei sehr südlichem Schwell. Tiefgang – An den äußeren Besucherfingerstegen konstante 4,5 – 6 m; an der Mooringmauer bis 8 m.

Schwellfreies Ankern trotz Atlantikdünung

Innerhalb der Marina ist Ankern nicht gestattet. Wer dennoch lieber frei liegt, geht in die offene Bucht unmittelbar östlich der Mole – 6 – 8 m über dicken Lavasand. Der Grund hält sehr gut, allerdings wird die Reede bei Süd- oder Südwestlage ungemütlich; dann rollt Atlantikdünung ungedämpft um das Kap hinein. Im Hafen selbst liegt man nahezu schwellfrei. Ein kräftiger Nordost wirft nur leichten Chop, weil die felsige Steilküste den fetch bricht. Sorgleinen an den Dalben nehmen die Windstöße gut auf.

Boote im Hafen vor grünem Hügel mit weißer Festung unter blauem Himmel
Kleine Boote im Hafenbecken vor steilen, grünen Felshügeln und weißen Hafengebäuden.

Komplett ausgestatteter Hafen auf Santa Maria

Steginfrastruktur – Jeder Platz hat 16-A-Strom und Trinkwasser; im Hafenbüro (24 h besetzt, englischsprachig) erhält man Magnetkarte für Duschen, Waschmaschinen und Zugangstor. Eine Self-Service-Tankstelle (Diesel/Gasoil) befindet sich am Kopf der Südmole – Kartenzahlung rund um die Uhr. Versorgung – Zwei gut sortierte Supermärkte (Meu Super & Spar) liegen 15 Gehminuten bergauf im historischen Ortskern; frisches Brot ab 06:30 Uhr in der Padaria João Luis. Gasflaschen (Camping-Gaz und portugiesische 11-kg-Bombola) tauscht der Baumarkt „Casa Agrícola“ am Ortsausgang. Ein kleiner Segelmacher arbeitet im ehemaligen Fischerdepot an der Nordpier; Motor- und Elektrikservice leistet die Werft Paúl-Neves mit 60-t-Travellift. Mülltrenntonnen und Ölannahme stehen am Werfthof. WLAN ist marinaweit solide, 5G-Empfang ebenso. Formalitäten – Santa Maria ist offizieller EU-Außenposten. Einchecken erledigt man bequem im Hafenbüro: Pass, Schiffs­papiere und Crewliste genügen; Zoll oder Immigration kommen nur in Stichproben an Bord.

Santa Maria: Naturparadies und Tauchparadies

Nach Monaten Blauwasser wirkt Santa Maria fast wie Madeira in Miniaturformat: Im sonnigen Süden dominieren Kakteen, Oleander und Weinreben; im regenreicheren Norden überrascht dichter Lorbeerwald. Direkt oberhalb des Hafens startet ein 2-km-Treppenweg zum Dorfkern: weiß getünchte Fassaden, barocke Igreja da Nossa Senhora, Kopfsteinpflaster voller Bougainvillea. Strände & Tauchen – In 20 Minuten Fußmarsch erreicht man die Praia Formosa, einen bilderbuchartigen, hellen Sandbogen (auf den Azoren eine Seltenheit). Vor der Nordmole beginnt ein Tauchrevier mit Lava-Arches; Sichtweiten von 20–30 m sind normal. Mantarochen werden hier von Mai bis Oktober regelmäßig gemeldet, und im Winter kreuzen Blauhaie zwischen den pinnacle-Vulkanen „Ambrosio“ und „Formigas“. Wandern – Der 12-km-Rundweg PR01 SMA Pico Alto führt durch endemischen Erdbeerbaum-Lorbeerwald zum 587 m hohen Insel­gipfel. Auf halber Strecke passiert man den verlassenen Flugplatz Santa Bárbara, Relikt der US-Funknavigation. Aussicht: alle neun Azoreninseln an klaren Tagen. Vulkangeschichte – Wer Geologie mag, besucht die Felsklippen von Barreiro da Faneca („rote Wüste der Azoren“) – braunrote Lateritkruste, die im Sonnenuntergang wie Marslandschaft glüht. Ein Taxi vom Hafen (15 €) oder Mietwagen ab 35 €/Tag.

Yachthafen mit Reihen kleiner Motor- und Segelboote an Stegen unter blauem Himmel
Segelboote im Hafen, drei Menschen auf Steg; bemalter Kai mit Meeresmotiv, Blumen in ausgehöhltem Baumstamm vorn

Vila do Porto: Idealer Stopp für Atlantiksegler

Vila do Porto ist der klassische Landfall gen Westen und Sprungbrett zurück nach Europa: sicher, freundlich, formalitätenarm und preiswerter als Ponta Delgada. Pluspunkte Tiefer, gut geschützter Hafen – auch bei Frontdurchgang nutzbar. 24-h-Tankstelle & Werft mit großem Lift – perfekt für Atlantik-Technikstopps. Schnelle Wege zu Strand, Wanderwegen und Dorf – Lebensgefühl statt Betonmarina. Minuspunkte Fallböen bei beständigem Nordost; Landleinen sollten gut gesichert sein. Wenige Liegeplätze für >20 m; Großyachten müssen ggf. längs an die Nordpier. Steiler Fußweg zum Ortskern – nichts für Knie-Wehgeplagte ohne Taxi. Für wen geeignet? Langfahrt-Crews, die Diesel, Ersatzteile und EU-Klarierung suchen; Urlaubssegler zwischen Kanaren und Festland; Natur-Fans dank Manta-Spots und Lorbeerwald. Familien schätzen den sicheren Sandstrand, Singlehander die hilfreichen Marinheiros. Ich verließ Santa Maria mit frisch befüllten Diesel­tanks, drei Kilo Vinho Verdelho und dem Gefühl, dass die Azoren hier ihre freundlichste Visitenkarte abgegeben haben. Logbuch-Kürzel: „SMA – Wiederkommen Pflicht!“

Informationen zum Liegeplatz

Hier findest Du die verfügbaren Informationen über den Hafen Vila Do Porto Santa Maria

50

Anzahl Liegeplätze

16

VHF Kanal

+351296882782

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