Sicherer Ankerplatz im Breeger Bodden
Die Zufahrt beginnt an der gut betonnten Schlei-Hauptrinne des Breeger Boddens. Von der Fahrwassertonne BB 1 (rote Spitztonne) führt ein knapp 500 m langes Stichfahrwasser nach Südosten in das rechteckige Hafenbecken. Mindeste Tiefe im Priel: 2,5 m, im Becken 2,5 – 3 m; an der Nordwestpier sogar bis 3,5 m – genug für mittelgroße Fahrtenyachten. Landmarke ist der rote Backsteinturm der Dorfkirche. Nachts helfen nur die Uferlaternen; Tonnen sind unbefeuert, weshalb Plotterfahrt oder Scheinwerfer ratsam sind. Strömung gibt es keine, Tidenhub liegt unter 10 cm – doch kräftiger West kann den Wasserstand um 20 cm anheben.
Wettergeschützter Hafen mit Charterbereich
Im Hafen selbst wird längs oder in Heckpfahlboxen festgemacht. Die Nordwestpier ist Charteryachten vorbehalten; freie Plätze dort sind grün markiert. Der Bodden ist rundum vom flachen Land umgeben: Nord- bis Ostwind bleibt draußen, bei Süd bis Südwest läuft aber eine kurze Kabbelwelle herein. Dann empfielt der Hafenmeister, Fender tief zu hängen und Springs zu stecken. Wer lieber vor Anker liegt, findet südlich des Hafens 2 – 2,5 m über festem Schlick; der Grund hält ausgezeichnet, die einzige Störung ist das Kielwasser der Ausflugsschiffe.
Moderner Hafen: Service und Spezialitäten
Ausstattung: Strom (16 A), Frischwasser, WLAN am Steg; Duschen und WC modernisiert 2023. Eine Pump-Out-Station und Wertstoffinsel stehen am Kopfsteg. Diesel gibt es an der mobilen Zapfsäule am Slipkran; Gasflaschen tauscht der Hafenmeister. Einkauf: Ein Edeka-Markt mit Bäckerei liegt 600 m landeinwärts an der Dorfstraße; Brötchenservice ab 07:00 Uhr. Regionale Spezialitäten (Sanddorn, Boddenaal) verkauft der Hofladen „Alte Scheune“ neben dem Kapitänshaus. Werkstatt: MOLA-Yachtservice (10-t-Kran, Segelmacher, Elektrik) sitzt am Südsteg; Ersatzteile sind dank der Charter-Flotte meist sofort verfügbar. ÖPNV: Linienbus 13 bringt Crew in 20 min nach Bergen (Bahnanschluss) oder zum Kap Arkona.
Breege: Naturparadies zwischen Bodden und Ostsee
Breege liegt auf der schmalen Schaabe, einer zehn Kilometer langen Nehrung zwischen Bodden und Ostsee. Zu Fuß sind es fünf Minuten über die Düne zum feinsandigen Juliusruh-Strand – in der Vor- und Nachsaison menschenleer, im Hochsommer idealer Badestopp. Radler folgen dem Deichweg Richtung Norden bis zum Windpark Kavelsdorf; Vogelfreunde beobachten hier Weißbart-Seeschwalben und Rohrweihen. Südlich beginnt das Vogelschutzgebiet Breeger Bodden: Im April und Oktober rasten Tausende Kraniche und Nonnengänse – ihr Trompetenchor dringt abends bis ins Cockpit. Unter Wasser erwartet einen Bodden-typische Sicht (0,5 – 1 m), dafür dichte Krautwiesen mit Hechten und Zandern. Kulturell lockt der kurze Spaziergang durch die Kapitänsstraße: Reetdachhäuser aus dem 18. Jh. erinnern daran, dass Breege einst Getreide bis nach England exportierte. Das kleine Heimatmuseum im alten Lotsenhaus erzählt diese Geschichte mit Logbüchern und Schiffsmodellen. Ausflugsschiffe (Reederei Kipp) starten täglich nach Hiddensee und Wittow – Tickets direkt am Anleger.
Breege: Charmanter Wasserwander-Stützpunkt mit Idylle
Breege ist kein High-Tech-Hafen, aber ein äußerst charmanter Wasserwander-Stützpunkt. Pluspunkte Sicherer Haltegrund & 3 m Tiefe – auch 13-Meter-Yachten finden stressfrei Platz. Komplette Basics (Strom, Wasser, Diesel, Werft) und Supermarkt in Laufweite. Traumstrand + Boddenidylle direkt hinter dem Steg. Minuspunkte Schwell bei Südwest – Fender optimal positionieren. Charterwechsel am Samstag: ab 15 Uhr kurze Hektik auf der Pier. Unbeleuchtete Zufahrt – Nachtansteuerung nur für geübte Crew. Geeignet für Ostsee-Urlauber:innen, die nach Schaprode/Stralsund Kurs auf dänische Südsee nehmen. Familiencrews dank flachem Strand und Spielplatz am Yachthafen. Naturfans als Basis für Kranich-Beobachtung und Hiddensee-Tagestörns. Nach zwei entspannten Hafentagen steht in meinem Logbuch: „Breege – Boddenruhe trifft Ostseestrand. Wiederkehr sehr wahrscheinlich.“
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