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Schleusen: 6 Dinge, die Du als Anfänger wissen musst

Wenn Du mit dem Boot auf Flüssen und Kanälen unterwegs bist, wird es nicht lange dauern, bis dir die erste Schleuse begegnet. Das Schleusen ist aber gerade für Anfänger erstmal eine Herausforderung, zumal es in den Fahrstunden und der praktischen Prüfung zum Bootsführerschein häufig zu kurz kommt. Im Grunde ist es aber gar nicht so wild - In diesem Artikel findest Du alle Informationen, die Du brauchst, um richtig und sicher durch eine Schleuse zu fahren.
Übersicht
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Was ist eine Schleusenanlage überhaupt?

Schleusen dienen dazu, den Höhenunterschied zwischen zwei Wasserabschnitten auszugleichen und Wasserfälle, ein Wehr oder extrem enge Stromwindungen zu überwinden. Sie werden oft in Kombination mit einem Wehr und Wasserkraftwerk gebaut. Es gibt aber auch Seeschleusen, die Hafenbecken abgrenzen.

Ihre Funktionsweise ähnelt der eines Fahrstuhl für Schiffe: In einer geschlossenen Kammer wird der Wasserstand erhöht oder verringert, um die Boote nach oben zu heben oder nach unten zu lassen.

Die Erfindung von Schleusen ermöglichte übrigens erst den Bau von Kanälen zwischen zwei Gewässern mit starken Höhenunterschieden. Der erste Kanal wurde 1398 zwischen der Elbe und Lübeck eröffnet. Die sogenannte “Stecknitzfahrt” hatte 17 Schleusen, von denen heute eine noch erhalten ist: Die Palmschleuse bei Lauenburg. Auch die Wasserstraße gibt es noch, wenn auch in weiterentwickelter Form als Elbe-Lübeck-Kanal. Selbst Aufbau und Funktionsweise der modernen Schleusen ähneln dem mittelalterlichen Vorbild.

Welche Schleusentypen gibt es?

Bei den meisten modernen Schiffsschleusen handelt es sich um eine Kammerschleuse mit zwei dicht verschließbaren Toren. In die Kammer wird kontrolliert Wasser eingelassen, um Schiffe in die Höhe zu heben. Anschließend kann man die Schleusenkammer wieder leeren und damit die Schiffe nach unten befördern. Noch immer gibt es kleine, handbetriebene Kahn-Schleusen, aber auch riesige Bauwerke für die Großschifffahrt, deren Kammer mehrere 100 Meter lang sein und komplette Koppelverbände schleusen kann.

Die Doppelkammerschleuse

Eine besondere Form der Kammerschleuse ist die Doppelkammerschleuse: Die Anlage besteht aus zwei benachbarten Schleusenkammern, die im Wechsel betrieben werden. Indem das Wasser von einer in die andere Kammer gelassen wird, steigt der Wasserstand auf der einen Seite, während er auf der anderen sinkt. So können Schiffe gleichzeitig nach oben und nach unten befördert werden.

Die Sparschleuse

Neben der klassischen Kammerschleuse gibt es zahlreiche verschiedenen Schleusentypen, die an spezielle Bedingungen angepasst sind. Auf Kanälen werden beispielsweise häufig Sparschleusen gebaut, um den “Wasserverlust” im Oberwasser zu verringern. Das fällt bei großen Flüssen nicht unbedingt auf, bei Kanälen, die keinen natürlichen Wasserzufluss haben, aber schon. Deshalb wird das Wasser zum Schleusen nicht aus dem Kanal genommen und dann einfach zurück ins Unterwasser gelassen, sondern in Sparbecken aufbewahrt und mehrmals verwendet.

Noch mehr Schleusentypen

Auch Seeschleusen haben ihre eigene Bauweise: Sie sind zum Beispiel häufig mit Doppeltoren versehen, um den Gezeiten besser standzuhalten. Und um besonders große Höhen zu überwinden, gibt es Schachtschleusen, Schiffshebewerke und Schleusentreppen – Dabei werden die Schiffe über in mehreren Etappen nach oben oder unten geschleust.

Wie bereite ich mich auf das Schleusen vor?

Wenn Du selbst in die Schleuse fährst, ist die Art der Schleusenanlage allerdings nicht entscheidend. Gerade auf Kanälen und Flüssen verläuft das Schleusen immer ähnlich. Dabei gibt es vier Dinge, die Du bei jedem Schleusenvorgang beachten solltest.

Schritt 1: Leinen und Fender

Vor dem Schleusen solltest Du das Boot gut abfendern, damit es in der Schleusenkammer nicht an die Wand stößt. Außerdem solltest Du eine Leine vorbereiten, mit der Du das Boot in der Schleuse festmachst. Wie genau das funktioniert, erklären wir gleich.

Schritt 2: Sicherheit

Zur Sicherheit müssen alle Personen an Bord beim Schleusen eine Rettungsweste tragen.

Schritt 3: Kommunikation

Es gibt mehrere Wege, mit der Schleuse zu kommunizieren, wobei der Weg über ein Funkgerät an Bord der beste ist. Dafür brauchst Du allerdings einen Funkschein: Im Binnenbereich das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk.

Viele Schleusen haben aber auch einen Anforderungsknopf mit einer Sprechanlage, über die Du mit dem Schleusenmeister kommunizieren kannst – selbst ohne Funkschein.

Schritt 4: Wartebereich

Vor der Einfahrt in die Schleuse musst Du warten, bis die Lichtsignale auf Grün sind. Dazu gibt es in der Regel einen gekennzeichneten Wartebereich, wo Du Dein Boot festmachen kannst.

Worauf muss ich in der Schleusenkammer achten?

Sind beide Lichtzeichnen der Schleuse auf grün, kannst Du in die Schleusenkammer fahren. Beachte aber, dass die Berufsschifffahrt Vorfahrt hat, falls Du Dir mit Berufsschiffen die Schleuse teilst. Viele Schleusen auf großen Wasserstraßen wie dem Main-Donau-Kanal werden für Berufsschiffe geöffnet und dann mit Sportbooten aufgefüllt, wenn noch Platz ist. In so einem Fall wird Dir die Schleusenaufsicht vor der Einfahrt sagen, wo Du in der Schleuse festmachen sollst. Achte dabei darauf, dass der Propeller der großen Schiffe starke Strömungen und Verwirbelungen verursacht.

Manchmal gibt es auch kleinere Schleusenanlagen für Sportboote, die getrennt von den großen Berufs-Schiffen transportiert werden. Dann kann es sogar sein, dass Du bis auf die Lichtsignale gar keine Anweisung bekommst und Dir selbst einen Platz zum Festmachen suchst.

Wie mache ich das Boot in der Schleusenkammer fest?

Das Festmachen ist der anspruchsvollste Part beim Schleusenvorgang. Beim Aufsteigen oder Absenken musst Du die Leine nämlich immer wieder auf einen höheren oder niedrigeren Poller in der Schleusenwand umlegen.

Am besten machst Du die Leine an der Mittschiffsklampe fest. Die solltest Du aber nicht ganz belegen: Halte die Leine auf Slip und gib immer ein Stück nach, bis Du sie schließlich auf den nächsten Poller umlegst. Außerdem solltest Du ein Messer zur Hand haben, um die Leine sofort kappen zu können, falls Du sie nicht schnell genug gelöst bekommst.

Einige Schleusen haben auch komfortablerer Möglichkeiten zum Festmachen: Etwa Schwimmpoller, die mit dem Wasserstand aufsteigen oder sinken oder durchgehende Stangen an der Schleusenwand, an denen die Leine hoch- oder heruntergleiten kann. Dann kannst Du Dir das zu Beginn oft nervenaufreibende Umlegen der Leine sparen.

Bist Du oben oder unten angekommen, kannst Du die Leine lösen und Deine Fahrt fortsetzen, sobald das Schleusentor geöffnet und die Lichtsignale auf grün sind.

Weitere wichtige Tipps für das Schleusen

Es gibt noch drei weitere wichtige Tipps, die Du beim Schleusen beachten musst.

  1. Die Maschine bleibt immer an! Gerade wenn andere Schiffe und Wasserfahrzeuge in der Schleuse sind, können die Strömungen dafür sorgen, dass Du von Deinem Platz wegtreibst. Dann musst Du sofort manövrieren können, ohne erst den Motor zu starten.

  2. Beim Herunterfahren solltest Du nicht zu nahe am Schleusentor festmachen. Denn vor dem Tor befindet sich ein Drempel, eine Fallstufe, auf der Dein Boot aufsetzen könnte.

  3. Beim Schleusen bewegt sich das Boot ständig zur Wand hin und wieder weg: Deshalb sollte es gut abgefendert sein und alle Crewmitglieder sollten ihr Hände und Arme im Boot behalten, um sich nicht zu verletzen.

So klappt das erste Mal Schleusen sicher

Schleusen ist kein Hexenwerk – aber man muss wissen, wie es funktioniert. In der praktischen Ausbildung zum Bootsführerschein kommt das leider in der Regel zu kurz und nur die Theorie reicht häufig nicht aus, um mit sicherem Gefühl das erste Mal zu schleusen. Deshalb bieten viele Bootsschulen ein Schleusentraining an, bei dem Dir ein erfahrener Skipper einmal praktisch zeigt, wie Du mit Deinem Boot richtig und sicher schleust. Auch in vielen Skippertrainings ist das Schleusen Teil des Trainings.

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Prüfungsgebühren

Für die Prüfung Deiner Fähigkeiten wird eine Prüfungsgebühr vom  zuständigen Prüfungsausschuss erhoben.

Es fallen folgende Gebühren an:
SBF See Einzeln 147,31 €
SBF Binnen Einzeln 129,71 €
SBF See und Binnen 177,54 €

Die zusätzlichen Kosten für die Prüfungsfahrt übernehmen wir für Dich. Dies beinhaltet die Bereitstellung eines Bootes und eines Fahrlehrers. Du erhältst von uns rechtzeitig vor Deiner Prüfung nochmals Informationen bezüglich der Prüfungsgebühren.