Sichere Einfahrt bei Starkwind beachten
Der Hafen liegt an der SO-Spitze Ærøs. Von der 5-m-Isobathe führt ein gut betonntes Fahrwasser (Richtfeuer 208 °) nordwärts; Einfahrtbreite 32 m, Solltiefe 4,5 m . Das Fahrwasser ist bis zur Hafenschwelle ausgebaggert – aber Achtung: Östlich liegen flache Steinriegel, westlich versandet der alte Ansteuerungsstrich. Bei Starkwind aus Südost kann eine halbe Seemeile vor der Einfahrt kabbeliges Wasser stehen; im Zweifel Motorleistung bereithalten. Nachts sind Molenlichter (Fl G / Fl R 5 s) und das weiße Richtfeuer gut erkennbar, doch die letzten 300 Meter sind unbeleuchtet – Radar oder Plotter ratsam.
Marstal: Idealer Hafen für Sportboote
Marstal ist klar ein Steg- und Kaiplatz. Im Außenhafen liegen große Klassiker und Fischkutter längsseits in 3–4,5 m Tiefe. Für Sportboote gibt es im Marstal-Marina-Becken zwei Passantenstege plus 400 Boxen mit 1,7–2,7 m Wassertiefe . Langkieler ab 2,8 m verholen an die Nordkaimauer (bis 4 m) . Die Hafenanlage ist nach Westen offen, aber Eriks Hale, der lange Sandhaken, bricht Schwell wirkungsvoll. Nur bei hartem Ost kann leichter Roll in den Außenhafen laufen – im Marina-Becken bleibt es dann trotzdem ruhig. Ankern vor der Hafeneinfahrt ist möglich (4–5 m Schlamm/Sand), doch viel Fährverkehr und Querströmung machen die Box meist zur bequemeren Wahl.
Moderne Marina mit Rundum-Service
Strom, Wasser, WLAN an jedem Finger. Neues Sanitärhaus im Außenhafen, weiteres am Kopf des Marinasteg-7 . Dieselpier an Steg 4 (Selbstbedienung, 24 h). Bootskran 20 t, Slipbahn, Segelmacher Jensens, Motor- & Holzwerft, Rigg-Service. Pump-out kostenlos, Umweltstation mit Altöl-Annahme. SuperBrugsen-Supermarkt, Bäcker, Apotheke – 10 Min zu Fuß. Frischen Fisch gibt’s täglich ab 14 Uhr am roten Kutter „HM 92“. Liegegeld 2025: 170 DKK bis 12 m (inkl. Strom/Wasser). Bezahlen am Automaten oder per Harba-App.
Strand- und Naturerlebnis bei Eriks Hale
Hinter Eriks Hale erstreckt sich ein 2 km langer Strand: feiner Sand auf der Ostseeseite, Watt auf der Noor-Seite – perfekt für Kinder und SUP-Touren. Ornitholog:innen freuen sich über Rotschenkel und Brandgänse in den Salzwiesen. Das maritime Herz schlägt im Marstal Seefahrtsmuseum (drei Gehminuten): 300 Schiffsmodelle, Logbücher, Buddelschiffe, dazu die Geschichte der „Marstal-Rederier“, die Anfang des 20. Jh. die größte Segelflotte Dänemarks stellten. Wer radeln will, leiht im Hafen ein Ærø-Bike und folgt dem Inselradweg zum malerischen Ærøskøbing (12 km). Unterwasser überrascht klares Wasser: An den Steinschüttungen wimmelt es von Grundeln und Flundern, Schnorcheln lohnt bei Windstille.
Marstal: Lebendiger Ostseehafen mit Tradition
Marstal ist für mich der Inbegriff eines lebendigen Ostseehafens: Historische Werftatmosphäre, verlässliche Infrastruktur und die Gelassenheit einer Inselgemeinschaft gehen hier Hand in Hand. Für Familien bieten Strand, Spielplatz und das flache Wasser hinter Eriks Hale ein Rundum-sorglos-Paket, während Einhand- oder Langfahrtcrews dank kraftvoller Dalbenboxen, Diesel-Self-Service und hilfsbereiter Hafenmeister bestens aufgehoben sind. Dazu kommt das unverwechselbare Flair des Seefahrtsmuseums und der Holzschiffe, die noch immer an der Kaimauer klingen. Einziger Wermutstropfen: In Hochsaison und Regattawochen ist das Platzangebot schnell erschöpft – wer sicher gehen will, sollte noch vor Mittag einlaufen oder frühzeitig reservieren. Tiefgänger über viereinhalb Meter sowie Nachtschwärmer, die Partyrummel erwarten, fühlen sich hier weniger wohl; alle anderen entdecken in Marstal einen Hafen, der Tradition atmet und zugleich alles bietet, was man auf Törn braucht.
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