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Svartisen

Fjordhafen mit Gletscherblick

Einleitung

Nach acht Stunden Raumschotskurs entlang der zerfransten Küste Helgelands schob sich unser Bug in den Holandsfjord. Das Wasser war glatt wie geöltes Glas, die Felswände spiegelten sich kopf­über, und über allem thronte die blau­weiß geriffelte Zunge des Engabreen, der zum Meer hinab reichenden Auslass­gletscher des Svartisen. Als das GPS 66 ° 40 ′ N meldete, tauchte vor dem Bug ein unscheinbarer Schwimm­steg auf – Engen Brygge, von den Einheimischen fast stolz „Svartisen Marina“ genannt. Eisiger Gletscherhauch mischte sich mit dem Kaffeeduft aus dem winzigen Kiosk am Landende; Fjord und Gletscher lagen in derselben Blickachse wie in einem Breitwandkino. Schon bevor die Festmacher belegt waren, war klar: Dieser Hafen ist weniger Marina als Logenplatz für eines der größten Natur­spektakel Norwegens.
Luftaufnahme eines tiefblauen Fjords, eingerahmt von steilen, bewaldeten Bergen mit felsigen, teils verschneiten Gipfeln

Sicherer Törn im Holandsfjord

Der Holandsfjord zweigt rund 60 Seemeilen südlich von Bodø ostwärts vom Vestfjord ab. Die 12 Seemeilen lange Fjord­rinne ist tief (200 m+) und frei von Untiefen; man hält einfach die Fahrrinne mittschiffs. Ab dem Wendepunkt Skogneset ­­­– bei klarer Sicht unübersehbar an der scharfgezahnten Silhouette des Berges Vegdalstinden – steuert man auf das markante, hell gestrichene Kiosk­gebäude am Ende des Fjords zu. Beleuchtung gibt es nicht; wer nachts einläuft, verlässt sich auf Plotter, Radar und die orange Laterne des Shuttlebots MS Isprins, das mehrmals täglich Touristen von Holandsvika herüberbringt. Die Pierposition: 66 ° 41,3 ′ N / 13 ° 47,0 ′ E. Der mittlere semidiurnale Tidenhub liegt bei nur etwa 1 m, beeinflusst die Navigation also kaum – wohl aber den Strom aus dem Fjord, der bei ablaufender Spring­tide das Boot spürbar aufs Heck drückt.

Sichere Ankerplätze mit Aussicht

Engen Brygge besteht aus einer 20-m-Festpier und einer 90-m-schwimmenden Ponton­anlage mit Wasser- und Strom­anschlüssen. Die schwimmende Seite nimmt Boote bis ca. 50 m Länge längsseits auf; an einem ruhigen Juni­abend lagen wir dort mit 2,20 m Tiefgang bei noch 4 m Wasser unterm Kiel – selbst größere Fahrten­yachten haben Reserve. Der fjordartige Kessel schützt bestens vor Wind und Welle aus West bis Nord. Problematisch sind jedoch Fall­winde: Wenn sich die kalte Luft über dem Gletscher löst, pfeifen nachts kräftige Katabatik­böen talwärts. Auflandig prallen sie zwar am Pier ab, zerren aber an Fendern und Springen – lange Festmacher und Wecker im Cockpit sind sinnvoll. Wird der Ponton wegen Kreuzfahrt­exkursionen gesperrt, verholt man einfach 200 m weiter nach Osten und fällt in 15–20 m Tiefe auf weichen Schlammgrund – das Halten ist exzellent, der katabatische Schwell aber spürbar.

Gletscherbedeckter, felsiger Berggipfel unter grauem Himmel; vorn tundraartige Wiese mit Geröll.
Sonnenglitzerndes Gletscherseeufer zwischen schneebedeckten Bergen unter klarem blauem Himmel.

Kostenlose Fahrräder und Gletscheraussicht

Der Übergang von Bord zu Land ist ein Schritt über die Gangway: Vor dem Kiosk warten Picknick­tische, ein WC-Container, eine einzelne, solide Dusche (20 NOK) und – das Highlight – rund fünfzig tadellos gewartete Gratis­fahrräder samt Kinder­anhängern. Hafengeld (200–300 NOK je nach Schiffslänge) wird am Tresen bezahlt; Strom, Wasser, WLAN und Müll­entsorgung sind inklusive. Diesel, LPG und größere Einkäufe gibt es erst wieder in Ørnes (15 sm Nordkurs), daher vorher bunkern. Dennoch ist das kulinarische Minimum gesichert: Der Kiosk verkauft Kaffee, Waffeln und Eis; zwei Kilometer talaufwärts lockt das Café Brestua mit Rentier­suppe und hausgemachtem Kuchen – bei gutem Wetter mit Panoramablick auf den Gletscher.

Abenteuer am Gletschersee Svartisvatnet

Die eigentliche Bühne beginnt hinter dem Steg. Ein gut geschotterter Fahrweg führt knapp drei Kilometer entlang des milchig türkisfarbenen Svartisvatnet. Danach wechselt man vom Rad auf Schusters Rappen: Über glattgeschliffene Felsriegel, die manchmal noch blankes Gletschereis zeigen, erreicht man nach weiteren 45 Minuten die Unterkante des Engabreen. Hier rauscht Schmelz­wasser unter Eistoren hindurch, und aus Spalten dringt die klirrende Kälte von Jahrtausenden. Vogelfans beobachten Weißschwanz­seeadler, die in den Fichten oberhalb kreisen, während im Fjord regelmäßig Schweinswale ausatmen. Unter Wasser reicht die Sicht an ruhigen Tagen 10 m; zwischen Kelp­wäldern tummeln sich Seelachs-Schwärme, und unter dem Steg liegen oft Seesterne wie verstreute Bonbons. Wer noch mehr Natur will, folgt per Dinghy der Fjord­biegung nach Westen zum Wasserfall Halsfossen. Sein Sprühnebel färbt den Fels moosgrün und erzeugt im Abendlicht Regen­bogen – ein perfekter Sundowner-Spot.

Wolkenverhangene Hügellandschaft mit See; schmale, kurvige Straße führt über Brücke zwischen felsigen Ufern.
Rissiger ockerfarbener Fels am Ufer eines blassblauen Sees, dahinter schneebedeckte Berge unter grauem Himmel

Svartisen: Abenteuerlicher Hafen im Wildnisparadies

Svartisen/Engen Brygge ist kein Luxushafen, sondern eine Expeditionsbühne. Er bietet genau das, was man braucht: Fendern, Festmachen, Frisch­wasser – und danach grandiose Wildnis. Wer mondäne Restaurants, Schiffsausrüster oder Schiffsdiesel neben dem Steg erwartet, wird enttäuscht. Wer aber bereit ist, ein bisschen Organisation (Vorräte, Treibstoff) in Kauf zu nehmen, wird mit einem der eindrucks­vollsten Liege­plätze der Norwegischen Küste belohnt. Ideal für Crews, die nördlich oder südlich des Polarkreises unterwegs sind und einen wettergeschützten Zwei-Tages-Stopp mit nachhaltigem Wow-Faktor suchen. Wir haben in einer Juli­nacht unter Mitternachts­sonne im Cockpit gesessen, das Eis glitzern sehen und die Katabatik singen hören – und beschlossen, dass Svartisen künftig ein Pflicht­eintrag jedes Helgeland-Törns ist. Vier-komma-fünf von fünf Logbuch­sternchen – Abzug nur, weil die Dusche auf zwei Fünf-Kronen-Stücke begrenzt ist.

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