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Portugal
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Algarve
·
Faro

Faro Ankerplatz

Stilles Ankern vor Faro

Einleitung

Nach einer ruppigen Tagesetappe entlang der Algarveküste gleitet man am Abend von der Atlantik­dünung in den gleißenden Spiegel der Ria Formosa. Kaum ist die Barre passiert, wird es still: nur das Knacken der Austernbänke, das Pfeifen einer Rohrweihe und das leise Gurgeln des Gezeitenstroms. Vor der Altstadt von Faro öffnet sich ein seeschwalbenförmiges Becken, in dem schon ein Dutzend Fahrtenyachten schwojt. Hinter den ziegelroten Stadtmauern glänzt die Kathedrale, und über der Waterfront thront jede Menge Storchennester – ein atmosphärischer Ort, an dem Naturpark und maurische Stadt in einem einzigen 360-Grad-Panorama verschmelzen.

Merkmale

Hier findest Du die Bedingungen, die Du am Liegeplatz Faro Ankerplatz vorfinden wirst

Ankergrund

An dem Liegeplatz Faro Ankerplatz findest Du folgende Arten von Ankergründen

Sonnige Hafenanlage mit vielen kleinen Motorbooten an Stegen, flankiert von Uferpromenade, Hotels und Palmen.

Sichere Navigation im Canal de Faro-Olhão

Die Zufahrt beginnt am Leuchtturm von Ilha de Santa Maria / Farol. Südlich des grünen Leitfeuers wird der Haupteingang betonnt, bis man unter Landabdeckung in den gut ausgebaggerten Canal de Faro-Olhão einschwenkt. Hier markieren grüne und rote Pfähle eine 60–80 m breite Rinne von 4–5 m Tiefe; das Echolot fällt nur im Altarm auf 3,5 m. Der Tidenhub liegt bei Spring um 2,8 m – mit 2 m Tiefgang hat man rund um Hochwasser komfortable Reserven . Nachteinlaufen ist machbar, da das Hauptfahrwasser befeuert ist; im Seitenarm vor Faro jedoch fehlen Lichter, und unbeleuchtete Arbeitsbojen treiben, sodass ein Plotter ratsam bleibt.

Sicherer Ankerplatz trotz Tidenstrom

Geankert wird nördlich der grünen Fahrwassertonne 21 auf 4–5 m über schwerem Schlick – in den Worten vieler Skipper „pottfester Modder“. Einmal eingegraben, hielt unser Delta zwei Tage Tidenstrom und Böen bis 30 kn ohne zu kriechen . Gegen Atlantik­schwell ist man komplett geschützt; nur bei seltenem Stark­ost (Levante) kann kurzer Chop durch die Öffnung blasen. Strom setzt mit bis zu 2 kn durchs Becken – wer länger bleibt, setzt eine Kettenbrake oder dreht den Motor zum Verdichten ein. In jüngster Zeit diskutiert die Naturpark­behörde zusätzliche Ankerzonen, um Seegraswiesen zu schützen; man sollte also aktuelle Bekanntmachungen prüfen und Abstand zu Mooring­feldern halten .

Ruhiger Hafen bei tief stehender Sonne; kleine Boote liegen entlang eines Kais, Wasser spiegelt das Licht.
Steilklippe mit weißen Häusern über kleiner Sandbucht, türkisblaues Meer glitzert unter klarem Himmel

Faro: Charmanter Anlegepunkt unter Stadtmauern

Das Dinghy legt man am hölzernen Fährsteg unterhalb der alten Stadtmauern an – tagsüber belebt, nachts ruhig, bislang ohne Diebstahlmeldungen. Ein zweiter, robuster Ponton liegt 300 m weiter östlich an der Hafen­promenade . Wasser, Strom oder Diesel gibt es hier nicht; dafür versorgen mehrere Marinas in Olhão (2 sm E) oder die Shipyard Nave Pegos (15 min zu Fuß vom Faro-Steg) mit technischem Support, Gas­flaschen und Antifouling-Standplatz . Einkaufstechnisch ist Faro ein Selbstläufer: ­Supermärkte (Pingo Doce, Mini-Preço) liegen zehn Minuten zu Fuß, frischer Fisch landet direkt in der Markthalle am Hafen, und um die Kathedrale reiht sich eine Tapas­meile von Pastelaria bis Cervejaria. Müllcontainer stehen an der Uferstraße; Glas und Plastik werden getrennt.

Paradiesische Lagune: Ria Formosa Entdecken

Der Ankerplatz befindet sich mitten im Parque Natural da Ria Formosa, einem 60 km langen Lagunensystem. Schon vom Cockpit sieht man ­Säbelschnäbler staksen und Delfine im Gezeitenstrom jagen. Wer mehr will, paddelt mit dem Dinghy durch die Seitenpriele nach Ilha Deserta: blendend weißer Sand, seichtes türkisfarbenes Wasser und eine Dünen­vegetation aus Strandwolfsmilch und Dünengräsern. Öko-Tourboote starten gegenüber und bieten geführte Vogel- und Seepferdchen­touren an . Unter Wasser überraschen dichter Posidonia-Rasen, Seepferdchen­kolonien und neugierige Oktopusse; Sichtweiten pendeln um zwei Meter – besser als ihr Ruf, solange vor Niedrigwasser kein Schwebstoff aufwirbelt. Landseitig lohnt die 15-minütige Fußtour durch die Alfama-Gassen der Altstadt: maurische Bögen, die Knochengruft der Igreja do Carmo und, etwas moderner, eine Seilfähre zum Shopping-Center. Der internationale Flughafen liegt nur drei Kilometer entfernt – ein praktisches Argument für Crewwechsel.

Steile, goldene Felsküste mit vorgelagerten Felsnadeln im türkisblauen Meer; Badende und Boote im Wasser.
Sonnige Marina mit vielen Motorbooten, ruhigem Wasser und Hafenpromenade mit Palmen im Hintergrund.

Faro: Urbanes Naturparadies für Segler

Der Faro-Ankerplatz ist kein Bilderbuch­strand, sondern ein urbanes ­Natur-Hybrid, das wenige Reviere so bieten: geschützte Gewässer, sichere Haltequalität und eine historische Stadt samt Airport vor dem Bug. Perfekt für Langfahrten-Crews, die einen günstigen Abstellplatz mit perfekter Verkehrsanbindung suchen, oder für Familien, die Strand­abenteuer (Ilha Deserta), Naturerlebnis (Seepferdchen) und Kultur (Altstadtbars) kombinieren wollen. Einschränkungen? Strenges Fahrwasser, kräftige Tidenströme und die Notwendigkeit, absolut eigen­versorgt anzureisen – Wasser und Diesel muss man per Kanister bunkern. Außerdem nehmen die Diskussionen um Ankerschutz zu; wer länger bleibt, sollte seine Position regelmäßig gegen neue Zonen­pläne checken. Für mich bleibt Faro ein Pflichtstopp an der Algarve: Morgens krähen Möwen über den Stadtmauern, mittags schwimme ich im glasklaren Lagunen­becken, und abends höre ich den Muezzin-gleichen Klang der Kathedralenglocken, während das Schiff auf dem seidig schwarzen Wasser schwojt. Ein Ankerplatz, der zeigt, dass Fahrten­segeln an der Südküste Portugals mehr sein kann als Badebucht und Marina – nämlich ein echter Knotenpunkt zwischen Wildnis und Weltstadt.

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