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Portugal
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Algarve
·
Lagoa

Benagil

Benagils Kathedralhöhle im Kupferlicht

Einleitung

Es ist später Nachmittag, als wir die Felsküste zwischen Carvoeiro und Armação de Pêra entlang­gleiten. Die Sonne bricht durch einen dünnen Dunstschleier und taucht die ockerfarbenen Kalkriegel der Algarve in warmes Kupferlicht. Kurz hinter der Steil­kante von Benagil öffnet sich eine kleine, halbkreis­förmige Bucht: goldener Sand, zwei Dutzend bunte Fischer­boote auf der Reede und, kaum sichtbar hinter einer Felsnase, der berühmte „Algar de Benagil“ – eine Kathedral­höhle mit kreisrunder Decken­öffnung, durch die ein Lichtstrahl wie ein Bühnen­spot fällt. Das Krähen der Möwen mischt sich mit dem dumpfen Grollen der Brandung in den Höhlen – spektakulär, aber gleichzeitig intim, denn außerhalb der Hauptsaison ankern nur drei Yachten mit uns. Der erste Blick sagt: Hier regiert die Natur, der Mensch ist nur Zaungast.
Türkisblaues Meer vor gestreiften Kalkklippen, kleiner Sandstrand mit wenigen Leuten, weiße Häuser auf dem Hügel

Navigationshinweise für Benagil-Bucht-Ansteuerung

Benagil liegt rund 12 sm östlich von Lagos (37 °05,0 ′ N / 08 °25,0 ′ W). Die Küste ist frei von Riffen, doch der lange Atlantik­schwell steht ungebremst auf die Steilküste; eine Tages­ansteuerung bei ruhigen Bedingungen ist daher ratsam. Wir hielten zwei Kabel Luv­abstand zur Felslinie, bis der Strand von Benagil deutlich erkennbar war, und steuerten dann 340 ° in die Mitte der Bucht. Tiefen fallen gleichmäßig von 15 m am Ein­schnitt auf 6–8 m vor der Brandungs­zone ab. Bei Nacht fehlen Leucht­feuer; wer trotzdem im Dunkeln ankommt, nutzt den Schein der Küsten­orte als Backdrop und sucht sich mit Scheinwerfer und Plotter seinen Radius. Vorsicht: Tagsüber kreuzen bis 18 Uhr permanent Ausflugsribs und Kajak­gruppen zur Höhle – also defensiv navigieren und AIS mitlaufen lassen.

Ankerplatz Benagil: Sicher, aber rollend

Der Grund besteht aus festem, hellem Sand mit vereinzelten Seegras­inseln. Unser 20-kg-Delta griff nach weniger als zehn Metern Kette; Navily-Berichte bestätigen „sehr guten Halt bei 5–7 m Tiefe“ . Allerdings ist der Platz nur bei Nord- bis Ost­lagen wirklich ruhig. Dreht der Wind auf Südwest oder kommt Dünung aus lang­anhaltendem West­schwell, beginnt das Boot kräftig zu rollen – ein Grund, warum viele Crews Benagil eher als Tages­stopp nutzen. Die mittlere Tiden­spanne an der Algarve beträgt rund 2,8 m; bei Ankunft auf Hochwasser lohnt etwas Ketten­reserve.

Gelbe Felsklippen mit drei Meeresbögen ragen ins türkisfarbene Wasser; dahinter grünes Hügelland und weiße Küstenhäuser.
Blick von oben in eine Felsgrotte: türkisgrünes Meer brandet auf sandigen Strand, Sonnenlicht und Felsbrocken.

Strenge Zugangsregeln zur Algar-Höhle

Beachten sollte man zweierlei: Brandungs­brandung – selbst bei kleinem Swell steht am Strand eine knackige Ufer­welle – und Regeln für den Höhlen­zugang. Seit Juli 2024 ist es verboten, mit eigenem Dinghy in die Algar-Höhle einzufahren oder dort anzulanden; erlaubt ist nur geführter Paddel- oder Bootstouren­betrieb, der strengen Kapazitäts­limits unterliegt . Entsprechend legt man das Dinghy am besten am West­rand der Bade­zone an, zieht es weit hoch oder benutzt den kleinen Beton­schrägaufzug neben den Fischerbooten. Trinkwasser erhält man direkt am Strand nicht; das nächst­größere Angebot (Supermarkt, Diesel, Gas) findet sich im 2 km entfernten Lagoa – Taxi oder Liefer­dienst einplanen. Müll­container stehen oberhalb des Strandes.

Algar de Benagil: Naturwunder an der Algarve

Die Szenerie ist spektakulär: Honig­farbene Kalkstein­klippen, vom Meer zu Bogen­gängen, Höhlen und nadel­schmalen Fels­pfeilern erodiert. Highlight ist – klar – der Algar de Benagil: eine Doppel­höhle mit 30 m Durchmesser und „Himmel­fenster“ in der Kuppel, sodass Sonnen­strahlen wie Licht­kaskaden herein­fallen . Unter Wasser wogen Seegras­wiesen, zwischen denen Oktopusse, Wrack­barsche und leuchtend blaue Meer­pfauen­schnecken patrouillieren; Sichtweiten von 8–12 m sind keine Seltenheit. Die Surf-Forecast-Daten zeigen das ganze Jahr über moderaten Grund­schwell (durch­schnittlich 0,5–1 m), der bei West­stürmen jedoch abrupt auf 2–3 m hoch­schnellen kann . Kleine Wander­pfade führen entlang der Klippe nach Osten zur berühmten Praia da Marinha, vorbei an duftenden Pinien und Rosmarin­polstern; mit etwas Glück kreist ein Wander­falke über der Abbruch­kante.

Steilküste mit türkisblauem Meer, gelblichen Felswänden und weißen Häusern auf dem begrünten Plateau unter klarem Himmel.
Dicht aneinandergereihte Segelboote und Yachten im sonnigen Hafen; Masten spiegeln sich im türkisgrünen Wasser.

Benagil: Traumkulisse mit Herausforderungen

Benagil ist – im besten Sinne – ein Postkarten­motiv mit Haken: Der Ankerplatz begeistert durch einmalige Fels­land­schaft und gute Halte­qualität, verlangt aber Wetter­fenster und Toleranz für Schwell. Für Crews, die tagsüber die Höhle erkunden und abends weiter­ziehen, ist er ideal. Wer eine ruhige Nacht sucht, sollte nur bei nördlichen Winden bleiben oder als Plan B die 4 sm entfernte, deutlich geschütztere Praia do Barranco im Hinterkopf behalten. Mich persönlich hat der Augen­blick fasziniert, als die Tages­touristen verschwunden waren: Die unter­gehende Sonne färbte die Decken­öffnung des Algar blutrot, vom Strand klangen noch letzte Stimmen herüber, und unser Boot lag in smaragd­grünem, fast öl­glattem Wasser – ein kurzer Moment vollkommenen Friedens, bevor in der Nacht wieder Atlantik­rollgeräusche an die Bordwand klopften. Kurzurteil + Fester Sandgrund, spektakuläre Küsten­kulisse, einfacher Höhlen­zugang (SUP/Kajak) − Offene Bucht, daher rollig bei West-Süd­schwell; keinerlei Versorgungs­infra­struktur Empfehlung: Perfekt als Foto- und Schnorchel-Stop für wetter­flexible Fahrt­segler:innen; weniger geeignet für Lang­lieger:innen oder Crews mit großem Versorgungs­bedarf.

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