Stockholms sichere Hafenzufahrt erklärt
Fahrwasser – Aus Stockholm folgt man dem befeuerten Kodjupet-Fahrwasser (Karten 6142 NE); von Norden kommt man über den schmaleren Stegesundet-Ast. Alle Rinnen sind min. 6 m tief und gut beprickt, doch ganzjährig dichter Fährverkehr – UKW-Wach auf Kanal 16/14 lohnt sich. Endansteuerung – Ab Tonne “Östra Simpnäset” (Fl(2) 6 s) Kurs 260°, bis Kastellet backbords querab liegt; dann zwischen der Festungsinsel und der Stadtpier hindurch und sofort westlich in das Gästehafen-Becken einschwenken. Tiefgang – Außenrinne ≥ 6 m; in der Marina 0,5–8 m, an der innen liegenden Schwimm-Pontonkette durchgehend ≥ 3 m; Yachten bis 3 m Tiefgang finden Platz am Wellenbrecher . Nachtansteuerung – Alle Richtfeuer zeigen Weiß im sicheren Sektor, Kastellet-Leitfeuer Iso 2 s, Pontonspitzen sind beleuchtet.
Sicherer Hafen in Vaxholm
Der Gästehafen ist auf drei Seiten von Molen, auf der vierten von der Stadtpromenade umschlossen. Schwell entsteht nur durch vorbeihuschende Fähren; die Schwimmstege puffern das zuverlässig ab. Offenes Ankern vor Vaxholm ist wenig sinnvoll – Grund fällt steil ab, und Schärenfähren erzeugen dauernde Wellen. Wer doch frei liegen möchte, findet eine ruhige Bucht östlich von Stegesund (Sand 6 m, gut haltend).
Komfortabler Hafen mit umfassendem Service
Plätze & Service – Rund 110–120 Gastliegeplätze, Mooringbojen oder Heckpfähle, Strom 16 A, Frischwasser an jedem Steg . Sanitär – Großzügiges Servicehaus mit Duschen, Sauna, Waschsalon und Trockenraum; Code im Liegegeld (2025: 230–470 SEK je nach Schiffslänge). Treibstoff & Gas – Sjömackarna/Gulf gleich nördlich der Pontons: Diesel, Benzin, LPG-Flaschen; der Anleger ist auch bei Starkwind gut erreichbar . Werft & Technik – Motor- und Segelservice 300 m landeinwärts; 20-t-Lift in der Vaxholm Yachtvarv (0,8 sm). Proviant – Coop-Supermarkt (07-22 Uhr) 400 m, Bäckerei „Bageriet Hembygdsgården“ mit Zimtschnecken um 06:30, Farmers-Market samstags am Torekovsplan. Gastronomie – Direkt am Kai das Fischbistro „Kobben“, die C-Bar mit Sonnendeck und das historische Waxholms Hotell mit klassischem Skärgårds-Smörgåsbord . Entsorgung – Getrennte Recyclingstation am Hafenkopf, Schwarzwasser-Absaugung am Treibstoffponton, Bilgenöl gratis im Servicehaus. ÖPNV – Fähren im Halbstundentakt nach Stockholm (55 Min.), Bus 670 im 15-Min-Takt. Perfekt für Crew-Wechsel.
Abenteuer im Schärengarten: Natur, Kultur, Events
Kastellet – Die mächtige Ziegel-Festung von 1863 ist in 3 Min. mit der kleinen Personenfähre erreicht (rundet alle 15 Min.). In den Kasematten gibts ein Museum zu den Seeschlachten Schwedens. Schärengarten pur – Per Leih-Kajak (Verleih beim Hafenbüro) paddelt man in ruhigen Abendstunden durch Schilfgassen zu den Mini-Inseln Norrhamnsholmen oder Tenö – Biber, Graureiher und Seeadler sind häufige Begleiter. Wandern & Radfahren – Ein gut ausgeschildertes Trail-Netz (5–18 km) führt durch Kiefernwald und zu Bade-Klippen; die kleine Insel‐Skypark-Anlage in der Höhe lockt mit Seilrutschen für Kinder. Unterwasser – Sicht 2–3 m; am Kastellet-Fuß wachsen Süßwasser-Muscheln und Tangwälder, Barsche und Hechte sind ständige Besucher – spannend für Schnorchel-Kids, aber Neopren nötig (17 °C im Hochsommer). Events – Im Juli findet die “Vaxholm Classic Boat Show” statt; dann liegen Veteranen-Schärenkreuzer und Dampfboote neben modernen Yachten.
Vaxholm: Tor zum Stockholmer Schärengarten
Vaxholm ist das Drehkreuz des Stockholmer Schärengartens – Versorgungsstop, Kulturerlebnis und Inselidylle in einem. Pluspunkte Tide- und wetterunabhängig ansteuerbar, Tiefe bis 3 m; perfekt als erste oder letzte Station eines Archipel-Törns. Rundum-Service von Diesel bis Sauna, dazu Einkauf, Gastronomie und Fähre in Gehweite. Historische Festung, malerische Holzhäuser und Naturpfade – Landprogramm ohne Langeweile. Minuspunkte In Juli-Wochenenden ab 15 Uhr oft voll; vorab online reservieren oder früh einlaufen. Ständiger Fährbetrieb verursacht Geräuschkulisse – absolute Stille gibt’s erst nach Mitternacht. Liegegebühren Stockholm-typisch (230 SEK <10 m, 470 SEK >15 m). Geeignet für Familien- und Chartercrews, die Stadt- und Naturerlebnis verbinden wollen; Blauwassersegler auf Großstadt-Versorgungsstopp; Regatta-Flotten. Weniger passend für Tiefgänger über 3 m oder Segler auf der Suche nach totaler Einsamkeit. Logbuch-Moment Wir legten an einem lauen Augustabend an, Segel noch warm vom Sundwind. 20 Minuten später saßen wir mit Räucherlachs-Smørrebrød und einem Glas lokalem Pale Ale am Kai. Als die Sonne hinter Kastellet versank, spiegelte der Spinnaker einer Traditionsjolle rotgolden im Wasser, und die Stadtlichter begannen zu glitzern. Am Morgen weckte uns das Brummen der ersten Wachholms-Fähre – City-Flair im Cockpit, doch ein Blick aufs Seeklarwasser zwischen den Inseln verriet: Das Schärenabenteuer beginnt gleich hinter der Hafenmole. Vaxholm ist kein Pflichtstopp, sondern eine Einladung, Stadt und Natur in Schweden zu verbinden – man muss nur die Leinen loswerfen, um beide Seiten direkt erleben zu können.
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