Offene Ankerbucht im Nordwesten Mahés
Beau Vallon liegt an Mahés Nordwestküste (04°37,6′ S / 55°25,6′ E). Der Anlauf erfolgt offen aus West bis Nord; Riffpassagen oder Untiefen gibt es nicht, wohl aber zonenweise Sperrflächen für Badegäste. Tiefgang – In der buchtenweiten Sandwanne herrschen 5 – 10 m, die meisten Crews gehen auf 6 – 7 m. Empfohlene Position – Das beste Haltefeld liegt am westlichen Drittel der Bucht, etwa auf Höhe des „Boat House“-Restaurants; hier ist der Grund reiner Sand ohne Korallen-Bommies. Wind & Saison – Von Mai bis Oktober dominiert der Südost-Passat. Er trifft schräg von achtern und wird durch die Landmasse etwas abgelenkt, sodass das Boot meist quer zur Dünung liegt. Das ist zwar rollig, aber sicher. In der Nordwest-Monsunzeit (November – März) steht die Bucht ruhiger, bekommt jedoch gelegentlich offene Dünung bei Westlagen. Auflagen – Das Befahren gekennzeichneter Schwimmzonen ist verboten; vor dem Ankern unbedingt sicherstellen, dass die Kette ausschließlich auf Sand liegt, denn Ankern auf Korallen ist untersagt. Nachtansteuerung – Möglich, aber nicht ratsam: Keine Befeuerung; Fischerbojen ohne Licht. Ein Anlaufen bei Tageslicht erspart Stress.
Ankerplatz mit sicherem Halt im Sand
Der Sandboden bietet außerordentlich guten Halt – solange der Anker wirklich eingegraben wird. Einige Segler berichten, dass ein CQR im butterweichen Sand anfänglich „wegrutscht“; einmal eingebuddelt hält er jedoch auch 25 kn Passat sicher. Schutz – Ideal bei Südost-Passat; leidlich akzeptabel bei Nord bis Ost. Einsetzender Westwind (> 15 kn) baut rasch Kabbelsee auf – in dem Fall heißt es besser nach Baie Ternay oder Port Launay verholen. Schwell – Leichter Roll stets vorhanden, aber durch das weit vorgelagerte Riff gedämpft. Ein Heckanker bringt wenig, weil der Passat nachts dreht; besser die Dinghy -Passerelle entlasten und Fender ausbringen.
Charmanter Ankerplatz mit kreolischem Flair
Es gibt keinen Dinghy-Steg; man zieht das Schlauchboot auf den Strand oder verankert es außerhalb der Schwimmzonen. Bei Passatschwell landet man am besten am Nordende neben dem Savoy-Hotel, wo das Ufer etwas steiler abfällt. Wasser & Diesel – Keine Versorgung am Strand. Auffüllen muss in Port Victoria oder Eden Island erfolgen. Einkaufen – Zwei gut sortierte Minimärkte (Beau Vallon Super & ISPC) liegen 300 m hinter dem Strand. Frischer Fisch wird gegen 16 Uhr direkt von den Piroggen verkauft – Thun und Job Fish zu moderaten Preisen. Gastronomie – Zahlreiche Creole Take-aways, das kultige „Baobab Pizza“, Strand-Barbecues und das „Boat House“-Buffet (jeden Abend kreolisches All-You-Can-Eat). Entsorgung – Ein öffentlicher Müllcontainer steht an der Nordstraße; Glas und Dosen müssen mit nach Victoria genommen werden, da Strandabfalleimer nur Hausmüll akzeptieren. Internet – LTE-Abdeckung (Cable & Wireless) gut; einige Bars bieten gratis Wi-Fi.
Tropische Bucht mit buntem Unterwasserleben
Strand & Riff Der flach abfallende Sandstrand lockt mit Badewannentemperatur. Das Randriff ist zwar in Teilen geschädigt, bietet aber bei ruhiger See noch bunte Unterwassergärten: Papageifische, Drücker, oft ein Adlerrochen. Rund um die Ankerlieger sieht man morgens fliegende Fische und – in der Saison September / Oktober – juvenile Walhai-Durchzügler. Land Ein kurzer Fußweg führt zum Bél Ombre Nature Trail; dort duftet es nach Zimtbaum, Takamaka und Vanille. Von einem Aussichtsfelsen blickt man zurück auf die Bucht und bis zur Silhouette-Insel. Wer mehr Abenteuer sucht, chartert ein Tauchboot zum Shark Bank-Spot (Steilwand ab 18 m). Abendstimmung Jeden Mittwoch bauen Einheimische am Südende des Strands den „Bazar Labrin“ auf: Street-Food-Stände, Kokosnuss-Bar und traditionelle Sega-Trommeln – ein Must für jede Crew.
Sicherer Ankerplatz mit Traumstrand-Flair
Beau Vallon verbindet Traumstrand-Idylle mit großer Bucht und genug Infrastruktur, ohne den wilden Schärencharakter einzubüßen. Für wen? Familien lieben den sicheren Sandstrand, Tauch-Enthusiasten die Nähe zu Shark Bank und „Lighthouse“-Riff, Langfahrtcrews genießen einen der wenigen Plätze auf Mahé, an dem man frei ankern darf und dennoch direkt an Land essen gehen kann. Worauf achten? Unbedingt Sandflecken zum Ankern wählen; beim Südwest-Monsun oder starker Westkomponente frühzeitig ausweichen. Dinghy bei Landung nie unbeaufsichtigt lassen – wegen Brandung und auflaufender Tide. Geheimer Tipp: Vor Sonnenuntergang mit SUP oder Kajak entlang der Felsen zum kleinen Wasserfall am Nordkap paddeln – dort badet man im Süßwasser-Becken, während die Sonne im Indischen Ozean versinkt. Logbuch-Notiz: „Beau Vallon – weißer Halbmond, weiches Sandbett, Curry-Duft im Rigg. Beim Ablegen noch immer Sand zwischen den Zehen.“
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