Steilküste und Marina: Gran Canarias Perle
Der Hafen liegt an der SW-Küste Gran Canarias (27 ° 49,0′ N / 15 ° 46,0′ W). Landmarken – Die hellen Hotelterrassen von Taurito im Osten und die rötliche Steilküste Punta del Castillete im Westen helfen schon von See. Bei Nacht leitet ein weißes Einlauffeuer ( 5 s) am Ostmolenkopf. Einlaufkurs – Auf 010 ° zwischen die Molenköpfe. Breite ~55 m, Tiefe 7 – 9 m. Seit 2024 gilt ein 3-kn-Speed-Limit wegen häufiger Tauch- und Ausflugsboote. Meldung – VHF 12 „Marina Mogán“; der Rezeptionssteg liegt gleich backbord. Tiefgang – Besucherfinger 3,5 – 5 m, Außenmauer > 6 m. Max. LOA 45 m, bei > 20 m vorab reservieren.
Ankern und Schutz nahe der Mole
Ankern ist offiziell nur östlich der Außenmole erlaubt. Dort fallen 6 – 10 m auf schwarzen Sand – hervorragende Haltequalität, aber: Swell – Bei Nordost-Passat kommt häufig leichter Schwell um die Mole; nachts meist ruhiger, tagsüber Jet-Skis und Ausflugskatamarane. Landgang – Dinghy am Ende des Besucherstegs anklappen; Marina duldet das tolerant. Schutz – Gegen NW bis S gut, bei hartnäckigem SW rollt es stark. Dann lieber Boxplatz suchen (früh reservieren, weil nur 216 Liegeplätze).
Komplett ausgestatteter Hafen mit Freizeitspaß
Am Steg: 16/32-A-Strom und Frischwasser inklusive; WLAN (100 Mbit) stabil. Diesel / Benzin tgl. 08-19 Uhr an der Nordpier, Kartenzahlung möglich. Duschen wurden 2023 komplett renoviert; Waschsalon (2 × 7 kg-Maschinen + Trockner) im Hafenbüro-Gebäude. Gebrauchte Motoröle und Batterien nimmt die Werft am Südende kostenfrei an. Einkaufen: Zwei Supermärkte < 200 m – SuperDino (Promenade) und ein größerer Spar in der Markthalle (Mo-Sa 08-21 Uhr) bieten alles vom frischen Gemüse bis Camping-Gaz. Donnerstags ist Bauern- und Kunsthandwerkermarkt am Kai. Werft & Service: 45-t-Travel-Lift, Rigg-Spezialist, Volvo-Penta-Werkstatt und eine kleine Chandlery (Dichtungen, Pumpen, Farben). Segelmacher aus Las Palmas holen Tücher mit Kurier. Freizeit: Zwei SUP-/Kajak-Verleiher direkt am Strand; Tauchbasis Delphinus bietet Wrack- und Rochen-Trips. Bars, Eisdielen und 25 Restaurants verteilen sich um den Hafenring – abends trotzdem erstaunlich ruhig, da keine Diskos.
Abenteuer zwischen Lava und Meer
Direkt achtern der Marina beginnt das Unterwasserschutzgebiet La Atlántida: Lavabögen, Schwarmfische und gute Sicht (20-30 m). Wer schnorcheln will, findet schon an der Außenmole Papageifisch und Trompetenfisch. An Land führt ein panoramareicher Küstenpfad in 90 Minuten nach Playa de Veneguera durch Kakteen und wilden Tabaiba-Busch – spektakulär im Morgenlicht. Alternativ bringt ein Linienbus (Nr. 1) Wanderer zum bewaldeten Roque Nublo (1 h Fahrt). Delfin- und Grindwal-Touren starten täglich ab Hafen, Saisonhöhepunkt ist Januar – März, wenn Pottwale vorbeiziehen. Unter Ornithologen gilt das nahe Feuchtgebiet Charca de Mogán als Rastplatz für Regenpfeifer und Seeschwalben.
Puerto de Mogán: Malerisches Hafenidyll und Seglerparadies
Puerto de Mogán liefert seltene Doppel-DNA: vollwertige Trans-Atlantic-Marina plus charmantes Urlaubsdorf. Stärken Rundum geschützt, kaum Roll – wohltuend nach den teils schwelligeren Häfen Puerto Rico oder Las Palmas. „Alles zu Fuß“: Tanken, Supermarkt, Arzt, Leihwagen binnen 300 m. Ästhetik pur: Bougainvillea-Gassen, kanarische Balkone, keine Bettenburgen. Schwächen Winzig: 216 Plätze, in Hochsaison oder vor ARC-Start oft monatelang ausgebucht. Preise: Liegegeld ~ 55 € für 12-m-Yacht (inkl. Wasser/Strom), Diesel +10 % über Inseldurchschnitt. Touri-Trubel tagsüber; ab 18 Uhr kehrt Ruhe ein, aber wer Einsamkeit will, ankert besser in Veneguera. Ideal für … Passat-Crews auf letzte Inselschecks vor dem Sprung – alles Wichtige schnell erledigt. Familien: Strand neben Steg, flaches Wasser, autofreie Gassen. Wochenend-Segler, die Abende bei Tapas statt in Bootsshops verbringen möchten. Ich verlasse Mogán stets mit zwei Eindrücken: einem makellos polierten Deck – der Süßwasseranschluss lädt zum Großputz – und der Gewissheit, dass maritimer Pragmatismus und Postkarten-Romantik doch zusammenpassen. Logbuchnote: „Bleibt Madeiras schönster Gegenpol auf den Kanarischen – Wiederkehr garantiert.“
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