Navigationshinweise für Wembury Bay Ansteuerung
Der Flusseingang öffnet sich an der Nordost-Ecke der Wembury Bay zwischen Mouthstone Ledge im Süden und Season Point im Norden. Bei Springniedrigwasser ragt ein Sand- und Felsriegel fast quer durchs Fahrwasser; innerhalb von Cellar Bay stehen nur 0,9 m – Tiefgänger halten sich daher an die Tidefenster und peilen die Richtlinie 058°, die genau zwischen die Felsnasen führt . Markanten Landmarken helfen: Auf der Südseite steht die weiße „Warren Cottage“, backbord glänzt das rote Granitdach von Wembury Church. Hat man Misery Point querab, darf man das Gas wegnehmen – ab hier gilt Höchstgeschwindigkeit sechs Knoten. Zwei unscheinbare Tonnen (grün „1“, rot „2“) markieren Untiefen, die direkt bei Niedrigwasser trockenfallen . Die erste Gästeponton „Kitley“ liegt 150 m weiter steuerbord; der Hauptbesucherponton (50 m, tiefwasserseitig) folgt gegenüber Newton Ferrers. Nachts gibt es keine festen Lichter, nur Reflexionen der Dorfbeleuchtung – eine Nachtansteuerung ist zwar möglich, aber ein Hochwasser-Fenster bei Tageslicht macht den Stress überflüssig.
Navigationsoptionen in Cellar Bay erkunden
Ankern ist im gesamten Flusslauf untersagt, außer in Cellar Bay seewärts des Untiefenriffs. Besucher haben drei Optionen: Östlicher Besucherponton (50 m, Tiefgang 3–4 m): Längsseits, bei Bedarf dreifach im Päckchen, kräftige Trossen vorhanden. Tide setzt spürbar auf den Ponton – längsseits-Leinen gut vorlegen . Schwere Besucherbojen PM 1–PM 6: tragfähig bis 25 t, klar als „Visitor“ beschriftet, bei Bedarf bis zu drei Yachten im Päckchen . Festmacheraugen doppelt ausgeführt, Ausstattung tadellos. Anliegerbojen: In der Hochsaison weist der Harbourmaster freie Privatbojen zu – erkennbar daran, dass kein Tender daran hängt . Der Flussschlamm hält wie Beton, aber das braucht man nur für ein Heckschwimm-Kleinboot – eigene Anker werden nicht benutzt. Vor Nord- bis Ostwinden liegt man komplett still; bei Südweststurm (typisch fürs Englische Kanalwetter) schüttelt der Wind durch die Baumkronen, doch Welle schafft es nicht ums Eck. Im oberen Fahrwasser setzt die Tide mit bis zu zwei Knoten – beim Anlanden mit Dinghy stets gegen den Strom starten, sonst endet die Rückfahrt im Schilf von Noss Creek.
Gemütlicher Ankerplatz mit dörflichem Charme
Am Besucherponton legt das Dinghy längsseits an; ein kurzer Anstieg führt zur ersten von zwei Slipanlagen. Gebühr 2025: £ 2,20 pro Meter, sie gilt egal ob Boje oder Ponton; ab der fünften Nacht wird nur noch ½ Gebühr verlangt . Wasser & Müll: Frischwassertankstelle am Harbour Office, Müllcontainer sortiert (Glas, Rest, Recycling) direkt daneben. Strom gibt es nicht – Batterien laufen über Solar/Wind oder Maschine. Diesel & Gas: „Yealm Fuel“ liefert per Kanister vom nahen Ford-Service; größere Mengen fährt man besser in Plymouth Sutton Harbour. Proviant: Im Dorf Newton Ferrers (300 m Landweg) gut sortierter „Co-op Food“ und eine Bäckerei; bank & Post Office inklusive. Pubs: Drei Klassiker – „The Ship“, „Swan Inn“ und „Dolphin“ – servieren Ale und Pasties direkt am Kai.
Bilderbuch-Flussidylle an der Yealm
Der größte Trumpf der Yealm ist sein Bilderbuch-Flusspanorama: Alte Eichen neigen sich über spiegelnde Priels, Reiher lauern auf Krabben, und bei Niedrigwasser schnattern hunderte Austernfischer auf den Schlickinseln. Dinghy-Fahrer können eine Mini-Expedition in den trocknenden Noss Creek unternehmen, wo bunte Hausboote zwischen Bootshäusern dümpeln. An Land schlängeln sich footpaths durch blaublühende Glockenblumenwiesen; der South-West-Coast-Path führt in 40 Minuten zur spektakulären Riffklippe „Warren Point“, Blick bis nach Plymouth Breakwater. Unter Wasser ist die Sicht zwar kanaltypisch (1–2 m), doch die Austernbänke am Pontonkopf wimmeln von Miesmuscheln, Seeskorpionen und Taschenkrebsen – Kinder haben hier ihr eigenes Aquarium. In der Dämmerung sieht man mit Glück Seehunde, die den Fluss heraufjagen.
Idyllisches Mooringfeld mit Naturcharme
Marina Yealm ist eigentlich gar keine Marina, sondern ein charmant bewirtschaftetes Muringfeld, das besten Schutz, ordentliches Management und grandiose Natur in einem Paket liefert. Stärken Vollständig sicherer Liegeplatz bei jedem Wetter; Betonmole unnötig. Freundliches Harbour-Team, das auch spät abends noch eine freie Mooring findet. Dorfinfrastruktur in Gummistiefel-Reichweite, drei Pubs mit Pub-Steg. Schwächen Kein Landstrom, kein Wi-Fi – wer Notebook-Arbeit plant, setzt sich ins Pub. Tide strömt spürbar; bei Springhochwasser und Starkwind tricky beim An-/Ablegen. Hochsaison eng, Mehrfach-Päckchen üblich – Fenderbretter bereithalten. Empfohlen für Crews auf West-East-Passage entlang des Ärmelkanals, die Ruhe nach langen Etmalen suchen. Familien mit Kindern: geschützte Dinghy-Abenteuer, Krabbenangeln, Picknick auf Schlickinseln. Naturfans, die Küstenpfade statt City-Marina mögen, und Skipper, die Self-Sufficient-Leben schätzen. Weniger geeignet Yachten über 60 ft (nur eine Heavy-Visitor-Boi). Chartercrews mit Fixtermin: Bei Dauersturm kann man eingesperrt sein. Generator-Junkies – hier hört man abends, wie der Gezeitenstrom an der Mooringleine zupft. Logbuch-Schluss „22:15 Uhr. Das letzte Pint im ‚Ship Inn‘ klingt nach, während der Fluss sich bei abnehmender Springflut komplett entleert. Über dem dunklen Wasser glühen die Lichter von Newton Ferrers, und aus dem nahen Wald ruft eine Eule. Die Yacht liegt mucksmäuschenstill an ihrer Mooring, nur das leise Knarzen der Trosse erinnert daran, dass morgen die Reise weitergeht. Aber nicht, bevor wir noch einmal die Farn-steilen Uferpfade erkundet haben – so einen Ort verlässt man besser nicht hastig.“
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